Donnerstag, 29. Dezember 2016

Rauhnachtzeit - Zeit zum Harz-Sammeln


Raureif am Morgen - alles liegt noch im Schlaf


Nach dem ganzen Weihnachtstrubel beginnt für mich die schönste Zeit, nämlich die Zeit der Rauhnächte. Gemeint ist die Zeit vom 25. Dezember bis zum 6. Januar - 12 Nächte also, die im Volksmund als Rauhnächte, Rauchnächte oder Raunächte bezeichnet werden.

Im alten Volksglauben war es die Zeit der Zwischenwelten, wo Unholde und Geister durch das Land streiften. Diesen Glauben pflegt man immer noch in der Brauchtums-Tradition im Alpenland, wo jedes Jahr um diese Zeit die Perchtenläufe stattfinden. 

Den Ursprung der Rauhnächte findet man im Germanentum, dort kannte man diese Zeit auch als die Zeit der Wilden Jagd, wo Odin auf Sleipnir und seiner wilden Horde über den nächtlichen Himmel reitet. Dieses Ereignis überdauerte die Christianisierung und den Christen wurde geraten in dieser Zeit zuhause zu bleiben und zu beten, damit man nicht von den Dämonen geholt wurde. Es war auch die Zeit um Recht zu sprechen und alte Rechnungen zu begleichen. 

Es war jedoch auch eine Zeit der Weissagung - wie wird das nächste Jahr? Mädchen hofften auf einen Schicksalswink, wer der künftige Bräutigam sein würde oder wie die kommende Ernte ausfallen würde. 



Reflektion, Clearing & Fokusierung


Die Rauhnächte sind mir in den letzten Jahren besonders wichtig geworden. Es ist die Zeit, wo die Uhren nach den Festtagen langsamer ticken. Das finde ich sehr wichtig. Vor dem Jahreswechsel überlege ich mir immer, was ich im kommenden Kalenderjahr schaffen möchte. 

Aber wichtig ist auch die Fragen: was werde ich aufgeben, wenn ich Neues schaffen will. Alles auf einmal geht nicht, deswegen muss ich mir meinen Fokus schaffen und überlegen, wo meine Prioritäten und Ziele sind.

Das halte ich immer schriftlich fest, damit ich dabei bleibe. Und ich stecke mir kleine Meilensteine, was ich bis wann erreicht haben möchte, damit ich voran komme und nicht wegtrudele.

Ich bin am Aufräumen und versuche alte Projekte (z.B. Steuererklärung) vor dem Jahreswechsel zu erledigen. Aber ich schreibe mir meine kreativen Projekte auch auf und gehe in die Planung für 2017.

Was bei mir immer dazugehört, ist eine Räucherung, die reinigt und inspiriert. Dafür brauche ich diverse Harze, die ich natürlich kaufen kann. Aber am Liebsten nehme ich die Harze, die ich selbst gesammelt habe:



Geerntetes Kiefernharz


Rauhnachts-Geschenke während eines Waldspaziergangs

Meine freie Zeit genieße ich am Liebsten draußen. Mein Garten schläft seinen wohlverdienten Schönheits-Winter-Schlaf. Deswegen geht es raus in den Wald und ich genieße diese wundervolle Ruhe und die unglaublichen vielfältigen Düfte der Natur.

Ich nehme mein Erntemesser und eine Plastiktüte mit, denn jetzt ist auch die Zeit des Harz-Sammelns. Wir haben viele Kiefern im Wald und ich nehme mir die Zeit Bäume zu suchen, die ihr Harz freigeben möchten. 

Dabei suche ich gezielt nach Harztropfen, die von den Kiefer freigegeben wurden. Manche sind groß und üppig, manche jedoch nur klein, lassen sich dafür leicht mit den Fingern lösen.

Harz ist das "Blut" der Bäume. Es verschließt ihre Wunden und trägt zu ihrer Genesung bei. Deswegen ist es absolut tabu eine "Baumwunde" aufzubrechen, um an das Harz zu kommen. So kann es gut sein, dass Deine Ausbeute nicht so groß ausfällt, wie Du es gerne hättest. Aber das kommt eben immer auf den Zustand des Baumes an.

Deswegen ist es auch wichtig, dass man sich still beim gebenden Baum bedankt, der am Ende seinen Lebenssaft für Dich hergibt.

Harze weiter verarbeiten

Wenn Du Dein Harz geerntet hast, ist die Frage, wie es weitergeht. Um es für Räucherungen zu verarbeiten, ist es wichtig, dass es gut durchgetrocknet ist.

Wenn es noch sehr klebrig ist, einfach einen Gummihandschuh anziehen und kleine Kügelchen formen, dann ein paar trocken Tage lassen, damit die Kügelchen schön fest werden. 

Am Besten ist es, wenn die Kügelchen so fest sind, dass man sie nicht mehr so einfach zerdrücken kann. 

Sobald die Kügelchen gut durchgetrocknet sind, einfach in ein Gläschen füllen und lichtgeschützt aufbewahren.

Probiert es mal aus...


Sonntag, 18. Dezember 2016

Dann Vier... Pistazien-Eierpunsch



Kennt ihr das? Gerade in der Vorweihnachtszeit kündigt sich immer gerne spontan die Verwandtschaft an. Eigentlich hat man ja genug zu tun mit Weihnachtsfeiern und Jahres-End-Wahnsinn. Die Wochenenden sind total verplant - kennt jeder, weiß jeder. 

Aber gerade da steht die Türklingel nicht still. Ist ja schön, aber was tun, wenn man eigentlich gar keine Zeit hat.

Hier ist die Lösung, die Dich genau 10 Minuten kostet und Du Deinen Gästen einen warmen Bauch und ein seeliges Lächeln zaubern kannst.

Zutaten für 4 Personen:

- 1 Flasche Eierlikör
- 500 ml Milch
- 1 Päckchen Vanillezucker
- Sprühsahne
- 1 Päckchen Schokoraspeln
- 1 Päckchen Pistazien, zerkleinert
- Strohhalme
- schicke Gläser


So geht´s:

Milch in einen Topf geben und auf niedriger Stufe langsam erwärmen. Dann den Vanillezucker einrühren, die Milch darf heiss sein, aber soll nicht kochen. 

Dann den Eierlikör langsam einrühren und langsam miterwärmen. Er darf nicht zu lange auf dem Herd sein und auf gar keinen Fall kochen. 

Nach 5 min von der Kochstelle nehmen.

Dann die Gläser vorbereiten. Am Besten kurz mit heißem Wasser durchspülen, somit sind sie erwärmt. 

Dann den Punsch in die Gläser füllen, Sprühsahne als Topping oben drauf geben und mit den Pistazien und den Schokoraspeln verziehren, Strohhalm rein und noch heiß servieren.


Viel Spaß beim Ausprobieren.


Was passt dazu?
Natürlich selbstgebackene Kekse, Vanilleeis, Apfelstrudel

DIY-Tipp:

Kennt schon jeder, aber dennoch: Für dieses Foto habe ich schnöde Alu-Teelichter einfach mit Washitape umklebt. Hält gut und Du kannst Deine Kerzen ganz flexibel Deiner Tischdekoration anpassen.

Sonntag, 11. Dezember 2016

Dann Drei... Whiskey-Anis-Hoppers (Springerle)



Ja, ich weiß, dass mit dem Neudeutsch klingt schräg - hat aber eine Vorgeschichte. Denn diese Springerle musste ich zum zweiten Mal machen.

Denn es gab da so einen Hopp-und weg-Vorfall. Meine Erstversuche wurden nämlich in einem unbeobachteten Moment vom Hund gefressen. Hopp und weg. Ist kein Witz! 2 Tage Arbeit für die Katz - wegen dem Hund. Die Hundedame ist sich natürlich keiner Schuld bewusst war. Ne, is ja klar.

Nachdem mein Erstversuch also den Magen meines Hundes wärmte und vorher kein Foto entstanden ist, wollte ich euch trotzdem mein Rezept nicht vorenthalten und hab ich mich nochmals der ganzen Prozedur unterzogen, denn gute Springerle brauchen Zeit und Liebe - und KnowHow. Also hatte ich nochmals Gelegenheit zum Üben.

Das Tolle an den Springerle: sie halten ewig. Meine Großmutter meinte: " Dia kannsch bis zum nächschte Weihnachta aufheba." 

Historisches:


Was bei uns in Schwaben Springerle sind, sind woanders Anisbrötli oder einfach Anisplätzchen.
Schon im Mittelalter waren das Anis-Gebäck ein Hit. Allerdings waren die Motive der Formen religiöser Natur. Wie Spekulatius ist das Anisbrötli ein Bildgebäck, wo der Teig in ein kunstvolles Bild gepresst wurde.

Traditionell ist die Springerle Form aus Birkenholz und es gibt ganze Sammlungen und Bücher über die Epochen und Symbolik der Motive. Die Holzmotive werden auch gerne vererbt. Das hat auf dem Land besondere Tradition.

Da ich selbst keine der Formen besitze, habe ich eine auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt erstanden. Wer etwas Besonderes sucht, kann sich gerne im Internet umschauen, dort gibt es noch traditionelle Handwerksbetriebe, die diese Formen herstellen.

Zubereitungszeit: 2 Tage


Zutaten:

- 500 g Puderzucker
- 5 Eier
- 500 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 2 EL Anissamen - alternativ auch Fenchelsamen
- 2 Schnapsgläser Whiskey, alternativ Kirschwasser

Sinnvoll wäre dazu:
- eine Küchenmaschine mit Schneebesen und Knethaken
- einen Pizza(roll)schneider/Teigrädchen gewellt
- eine Holzspringerle Form oder alternativ Ausstechformen



Tag 1 - morgens-:


Eier und Puderzucker zusammen in eine Schüssel geben, dann 30 min mit der Küchenmaschine rühren, dass eine cremige Masse entsteht.

Währenddessen das Mehl durch ein Sieb zu feinem Pulver sieben, das Backpulver dazugeben und die Anissamen. Dann nach der Rührzeit das Gemisch zu der Ei-Puderzucker-Creme hinzugeben, den Whisky dazugeben und nochmals 15 min mit dem Knethaken durchkneten lassen.

Dann muss der Teig mindestens 4 Stunden ruhen.

Tag 1 - abends-

Backbleche mit Backpapier auslegen.

Die Holzform fein mehlen, dann den Teig mit den Händen nochmals gut kneten, dass er nicht mehr klebt. Bei Bedarf nochmals etwas Mehl hinzugeben. Mit dem Nudelholz das Ganze dann ausrollen, bis der Teig ca. 1-1,5 cm dick ist. Das kommt auf Deine Holzform an. Dann die Holzform/Ausstecher verwenden.

Tipp:
Wenn ich die Holzform auf den Teig presse, nutze ich einen Pizzaschneider, dann kann ich schöne und exakte Kanten um meine Holzform ziehen. Vielleicht verwendest Du aber auch erst ein Motiv und dann einen besonderen Rahmen als Ausstecher - oder Du nutzt ein gewelltes Teigrädchen. Einfach das, was Du gerade zu Hause hast.

Die kleinen Kunstwerke auf die Backbleche legen. Jetzt muss das Ganze 24 Stunden ruhen. So wird das Motiv richtig hart und verändert sich beim Backen nicht.


Tag 2 -abends-

Jetzt darf gebacken werden - und zwar bei 150 Grad im Backofen 20 - 25 min. Das kommt auf die Größe der Springerle an.

Die Springerle gehen nun auf, ohne dass das Motiv sich verändert. Sie kriegen einen sogenannten "Fuß" unten.

Kleben die Springerle noch am Backpapier, müssen sie nochmals für 5 min rein in den Ofen. Das Motiv soll hell-weiss bleiben. Also bitte nicht knusprig braun backen.

Zum Auskühlen auf ein Kuchengitter legen.

Wenn die Springele gut ausgekühlt sind, kann man sie gut in einer Keksdose verwahren. Sie sind auch ein tolles Mitbringsel für die Vorweihnachtszeit. Sie werden hart und halten ewig.


Wie, die werden hart? Wie esse ich die dann?
Ganz einfach  - in den Tee tunken! Ich empfehle aromatischen Darjeeling... mjam mjam.

Noch was zum Mitnehmen über Anis: 

Was ist unterscheidet Fenchel von Anis?
Beim Fenchel kann man auch die Blätter und Stängel essen.

Sorgentrost Anis
Man sagt dem Anis nach, dass er trösten kann und den Kummer vom Herzen nimmt. Er soll ebenso für die Liebe zuständig sein. Interessant, nicht wahr?


Samstag, 3. Dezember 2016

Dann Zwei... Leckeres Früchtebrot


Kekse backen tut ja jetzt jeder. Aber neben den vielen Leckereien in der Vorweihnachtszeit gibt es da auch das ganz traditionelle Früchtebrot. 

Das Tolle am Früchtebrot ist, dass man es wirklich ganz lange aufheben kann. Jedoch solltest Du zeitig anfangen, wenn Du es zu Weihnachten verschenken möchtest, denn traditionellen Früchtebrot soll nach dem Backen noch 14 Tage ziehen. 

Zubereitungszeit: 2 1/2 Tage
1. Tag zum Einlegen der Früchte
2. Tag zum Backen 
Die Nacht darauf zum Auskühlen verwenden, am nächsten Morgen dann in Folie verpacken

Die Zutaten:

- 250 g getrocknete Feigen
- 150 g getrocknete Apfelscheiben
- 200 g getrocknete Aprikosen
- 200 g Wahlnüsse, bereits geknackt und bereits zum Einsatz
- 200 g Mandeln
- 100 g Zitronat
- 100 g Orangeat
- Rum


- 500 g Mehl  (hier verwendet: Weizenmehl)
- 1/8 liter Milch
- 1/8 liter Mineralwasser
- 2 Päckchen Trockenhefe
- 150 g Zucker
- 200 g angewärmte Butter

- Schaschlikspieße (für die Garprobe)


Die Gewürzmischung:

- etwas Kardamon 
- 2 TL Zimt
- Mark einer Vanilleschote
- 2 TL Nelken, im Mörser zerrieben


Tag 1:


Trockenfrüchte kleinschneiden, in eine Schüssel geben, Walnüsse grob hacken, hinzugeben, dann Zitronat, Orangeat und Mandeln untermischen. Alles gut durchmischen und dann den Rum hinzugeben, dass der Mix knapp bedeckt ist. Nochmals durchmischen, mit Klarsichtfolie die Schüssel abdecken und dann über Nacht kühl stellen.

Tag 2 - abends-:


Die Gewürzmischung vorbereiten, je nach Vor/Be-lieben.

Das Mehl in eine Schüssel, die Trockenhefe mit Milch, Mineralwasser und Zucker vermengen und hinzugeben. Dann solange Rühren bis ein Brei entsteht. 

Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen - 15 min.

Jetzt sind die Rumfrüchte dran. Die Früchte abseien, damit nicht zu viel Flüssigkeit in den Teig mitgeht. 

Dann die Gewürzmischung hinzugeben, alles nochmals gut durchmischen und nochmals zugedeckt stehen lassen, bis der Teig seine 15 min warm gesessen hat.

Dann die Butter zum Hefeteig hinzugeben, gut durchkneten und nochmals 50 min gehen lassen.

Die Frucht/Gewürzmischung dem Teig hinzugeben und nun gut kneten, dass er nicht mehr an den Fingern klebt. Passiert das doch, einfach nochmals etwas Mehl hinzugeben, dass Nichts mehr klebt.

Den Ofen auf 180 Grad 10 min vorheizen.

Nun mit dem Teig gleichgroße Brotlaibe formen. Ich empfehle hier kleinere Laibe, die sind schön praktisch zum Verschenken. 

Dann bei 180 Grad 45 - 60 min backen. Das kommt immer auf Deinen Backofen an.

Damit zu wirklich sicher bist, dass das Brot gut durchgebacken ist, machst Du einfach eine GARPROBE, in dem Du ein Holzstäbchen (Schaschlikspieß, kein Essstäbchen bitte) in das Brot piekst. Wenn nach dem Herausziehen noch Teig am Stäbchen hängt, braucht das Brot noch etwas mehr Backzeit. 

Dann nach dem Backen die Brotlaibe auf ein Auskühlgitter legen und über Nacht auskühlen lassen.

Tag 3 - morgens-:

Die ausgekühlten Brote in Frischhaltefolie einwickeln.

TIPP:

Selbstverständlich kannst Du das Brot gleich am nächsten Tag futtern.

Aber damit sich das Aroma der Früchte und Gewürze voll entwickeln kann, sollte es ca. 14 Tage in der Folie eingewickelt bleiben.

Genau deshalb ist ein Auskühlen über Nacht so wichtig, damit das Brot in den 14 Tagen in der Folie nicht das Schimmeln anfängt.

Wenn nach der Reifezeit würde ich es innerhalb der laufenden 7 Tage verzehren. Sicherheitshalber mal daran riechen. Wenn es muffig riecht, bitte nicht mehr essen.


Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt:

Natürlich geht das Ganze auch ohne Alkohol, es darf alles rein, was Dir schmeckt. Wichtig ist nur, wenn Du frisches Obst verwendest, dass Du bedenkst, dass das Brot diese Feuchtigkeit mitzieht, d.h. es kann durchaus ein richtig saftiges Brot werden, wenn es gut gebacken ist. Evtl. dauert das backen dann länger.

Viel Spaß beim Ausprobieren.


Sonntag, 27. November 2016

Erst Eins... Orangen(Glüh)wein

Jetzt beginnt die Vorweihnachtszeit - vor allem die Zeit der Weihnachtsmärkte. Ob man dort nun leckere Waffeln futtert oder die berühmte Feuerwurst sich zu Gemüte führt, eines muss immer sein: der Glühwein.



Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal meinen eigenen Glühwein hergestellt und er ist erstaunlich gut geworden. Und das ist super einfach:

Zutaten für 2 Liter:

4 Orangen
1 Limette
1 Vanilleschote, ganz
1 Zimtstange, ganz (alternativ 1 TL Zimt)
1 TL Nelken
5 TL Honig
1 TL Kardamom
2 Liter Rotwein (Sorte nach persönlichem Geschmack)


So geht´s:

Orangen schälen, grob vierteln, Limette schälen, grob schneiden.Vanillestange mittig aufschneiden, Nelken grob im Mörser zerkleinern.

500 ml Wasser im Topf mit mittlerer Hitze erwärmen, das später alles ganz leicht köchelt und nicht verkocht.

Limetten und Orangen hinzugeben, dazu die Zimtstange und die gespaltete Vanilleschote einlegen, die Gewürze hinzugeben und leicht köcheln lassen. Nach 5 min den Honig dazugeben. Weitere 20 min köcheln lassen und immer wieder umrühren, bis es eine Art Sirup ergibt.

Dann den Wein hinzugeben und max. 7 min köcheln lassen. Immer wieder gut rühren.

Um den reinen Glühwein zu genießen zu können, müssen die Zutaten mit einem Sieb abgeseiht werden. Entweder spannst Du über einen zweiten Topf ein großes Sieb oder fischst mit einem Minisieb die Zutaten heraus.

Dann den noch heißen Orangen(Glüh)wein in Flaschen abfüllen - oder gleich in eine Tasse und - prost!


Noch ein Wort zum Wein:

Ganz klar, das ist immer Geschmackssache. Ich habe dieses Rezept mit 2 unterschiedlichen Weinen ausprobiert. Einmal mit einem sehr fruchtigen Rotwein und einmal mit einem trockenen Rotwein. Das Ergebnis war beides Mal wirklich hervorragend - das Geheimnis sind die Orangen. Wer einen sehr fruchtigen Wein nimmt, kann gerne zu den Orangen auch noch eine Zitrone hinzugeben - das würde ich jedoch bei einer trockenen Rotweinsorte nicht empfehlen, da das Ganze sonst zu sauer wird.


Sonntag, 20. November 2016

Reisetipp: Den besten Wein findet man am Brunnen...


Hallo wieder aus Rom!

Heute wollte ich es wirklich mal wissen... das mit dem La Dolce Vita. Denn in dem vom Tourismus beherrschten Rom musste ich mich erstmal nach einer ruhigen Ecke umsehen, um auch wirklich in den Geschmack dieses süßen Lebens zu kommen.

Das ist gar nicht so einfach und am Ende habe ich es auch gefunden... natürlich in einem Restaurant. Wie kann es auch anders sein?

Also, alle Weinliebhaber aufgepasst! Hier kommt ein kulinarischer Reisetipp, der euch gefallen wird:

Das Baccano +klick+ befindet sich ganz nah am Fontana di Trevi. Es ist ein schickes Restaurant mit französisch-italienschen Flair.

Die Weinkarte dort ist besonders erlesen und endlich, endlich bekam ich meine Spaghetti alla Carbonara, die wirklich alla Mama schmeckten!

Das Leckere an den Spaghetti alla Carbonara war, das es sich bei den Schinkenplättchen um bereits geräucherten Schinken gehandelt hat, der dann noch richtig cross und fest angebraten wurde. Das hat diesem Gericht wirklich einen unglaublich guten Geschmack hineingezaubert.

Wer vor der Mittagszeit dort ankommt, findet dort ohne Probleme einen Platz, so fern es Nebensaison ist. Aber für ein Dinner würde ich dort auf jeden Fall reservieren. Die Preise sind absolut im Rahmen.

Wer zum Fontana de Trevi maschiert, kann gar nicht anders als am Baccano vorbeizulaufen. Einfach mal reingehen und sich einen guten Wein aussuchen.

Ach ja - das Witzige am Baccano ist, dass jeder Kellner einen Schnurrbart hat. Ich musste da zweimal hingucken - ist aber Tatsache. Manche Kellner hatten den Bart kunstvoll gewachst und geformt/gezwirbelt, andere wiederum perfekt frisiert. 

Das hat mich zum Nachdenken gebracht, ob ein Schnurrbart dort wohl Einstellungskriterium ist - und wenn der Azubi noch keinen rechten Bartwuchs hat, kriegt er dann einen Bart angeklebt? Oder gibt es dort einen Schnurrbart-Tag zur Motivation der Mitarbeiter? Das werde ich wohl nie erfahren...

Das war es erstmal aus Rom - auf bald und lasst es euch gut gehen!

Sonntag, 13. November 2016

Reisetipp: Außergewöhnlich essen in Rom


Ich grüße euch aus dem antiken Rom!

Trotz November ist es hier wunderschön 23 Grad warm - ein bisserl bewölkt und windig, aber im Gegensatz zu Deutschland fast spät-sommerlich.

Was macht man denn so in Rom - außer Sightseeing & Shopping? Richtig! Die römischen Restaurants durchtesten.

Vor meiner Reise habe ich einen interessanten Blogeintrag eines Amerikaners gefunden, der ein sehr besonderes Restaurant in höchsten Tönen gelobt hat.

Nachdem ich die japanische Küche sehr liebe, bin ich sofort hellhörig.. ähm hellsichtig geworden, denn das hat mich richtig neugierig gemacht, was da so vor sich geht.

Das Doozo ist nämlich soweit sehr ungewöhnlich, weil es ein Kunstbuchladen & ein Restaurant in einem ist. Ausgestellt werden japanische Kunstbücher & Kunstgegenstände.

Wer das Kolosseum am Nachmittag besucht hat, kann zu Fuß sich durch die kleinen Straßen schlängeln und diesen außergewöhnlichen Ort besuchen. Es ist ca. 25 min Fußmarsch vom Kolosseum entfernt.

Es lohnt sich eine telefonische Reservierung zu machen. Das Personal spricht japanisch, englisch und natürlich italienisch.


Das Essen war ein unglaubliches Erlebnis. Wirklich klassische, sehr gute japanische Küche mit frischem, zarten Fisch.

Ich wählte das angebotene Abendmenü - das ist übrigens auch meine Empfehlung für jeden, der die Vielfalt der japanischen Küche entdecken möchte.



Das Menü beinhaltete unterschiedliche Gänge, wie Zensai, Sumashijru, Sashimi, Sakana Ryori, Tenpura, Sushi, Misoshiru, traditionelles Dessert.

Die Bedienung war freundlich und sehr zuvorkommend. Die Sake und Weinkarte war sehr exquisit und das Preis- Leistungsverhältnis war absolut im Rahmen für diese Art der gehobenen Küche. 

Wer Zeit und Lust auf ein außergewöhnliches Abendessen in Rom hat - ab ins Doozo +klick+.

Viel Spaß beim Entdecken.

Ach ja: italienisch habe ich natürlich auch gegessen... keine Bange... das war der Fokus der Reise, aber dazu kommt noch ein anderer Post. Da geht es dann um italienische Brunnen, Wein, Pasta... und Schnurrbärte. 

Dienstag, 1. November 2016

Fixer Garten-Tipp: Saatgut aus dem Kühlschrank



Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah. In diesem Falle nämlich im Kühlschrank.

Ich kaufe schon lange keine Paprika- und Tomatensamen mehr, denn bevor das wertvolle Saatgut auf dem Kompost landet, geht es lieber in die nächste Produktionsrunde. Die guten Bio-Tomaten werden bei uns liebevoll nachgezüchtet. Mit sehr gutem Erfolg. Die meisten Samen gehen auf - gutes Gemüse, gutes Saatgut. Da kann keiner meckern.

So geht´s: 

Einfach die Samen gut waschen und auf einem Küchentuch trocknen. Am besten in einem Glas oder einem Papiertütchen kühl, trocken und dunkel lagern. 

Dann Saatgut aussähen - und tadaaa, hat man ruck zuck ganz schnell einen Gemüsegarten beisammen. 


Für alle, die einen Garten auf dem Fensterbrett haben, ist das genauso perfekt, wie für alle Minifarmer. Die kostengünstige Alternative zum Bio-Saatgut.

Einfach mal testen - es lohnt sich.


Montag, 31. Oktober 2016

Herbstlicher Apfel-Pudding-Milchreis



Auf Milchreis freue ich mich immer - das ist eines meiner Lieblings-Goodies.

Milchreis Basis-Rezept für 4 Personen

- 250 g Reis, am besten Sushireis
- 500 ml Milch
- 2 Päckchen Vanilllin-Zucker
- 4 EL (brauner) Zucker
- Gewürzmischung


Reis vorher waschen und abtropfen lassen. 

Vanilllin-Zucker mit der Gewürzmischung und dem Zucker vermengen, dann unter die Milch unterrühren. Das Ganze in einen Topf geben, den Reis hinzugeben und bei mittlerer Hitze bei geschlossenen Deckel leicht köcheln lassen. Immer wieder umrühren, dass nichts anbrennt.

Der Milchreis ist fertig, wenn die ganze Milch aufgesogen ist und die Reiskörner schön weich sind. Ca. 30 min dauert das Ganze. Wenn der Reis noch hart ist, einfach noch ein bisschen Milch hinzugeben und weiterhin unter Aufsicht köcheln lassen.

Gewürzmischung für den Milchreis


- 1/2 TL Kardamom
- 1/2 TL Zimt
- 1/2 TL Muskat
- 1/2 TL Anis


Alternativ:
Wer es weihnachtlich liebt, nimmt einfach das klassische Lebkuchengewürz aus dem Supermarkt.


Dazu passt:


- Feiner Vanillepudding oder kalte Vanillecreme
- darauf natürlich 3-4 EL feines Apfelmus
- Eierlikör (hicks)

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Samstag, 22. Oktober 2016

Reisetipp Japan: Im Kimono durch die Stadt Kyoto


Ein echter Sommer Kimono.
Man beachte die wundervolle Stickerei auf dem Obi.

Reisetipp für Zeitreisende


Wer nach Japan zum ersten Mal reist, sollte in Kyoto beginnen. Dort spiegelt sich der Geist und die Traditionen Japans in allen Ecken wider. Es ist eine wundervolle historische Stadt, die überall unglaubliche Überraschungen bereit hält.

So kann man als Tourist eine Zeitreise machen und sich ganz wie in der Edo-Periode fühlen und die Stadt im Kimono erkunden. Es gibt sogenannte Kimono Rental Stations, die nahe an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind, wo Er und Sie sich traditionell einkleiden lassen können.

Ein Paket enthält Kimono, Obi (Gürtel), Damentäschen, Tabi-Socken und natürlich die traditionellen japanischen Holzschuhe. Inklusive ist natürlich der Dressing-Service - den man dringend braucht, denn alleine kann man(n)/frau sich schlecht anziehen.

Herren wie Damen haben hierfür die Qual der Wahl zwischen 100 - 300 und mehr Kimonos, je nachdem welche Rental Station besucht wird.  Für einen kleinen Aufpreis gibt es für die Damen noch ein hübsches Hairstyling mit klassischer Haarnadel oder etwas frecher, moderner mit Blume.

Wenn frau lieber sich typbedingt stylen will, gibt es ebenfalls Abhilfe, denn es gibt bereits vorgefertigte Styles, die man sofort übernehmen kann:

- Cute 
- Cool 
- Traditional 
- Elegant

Mietdauer ist von morgens 9:00 Uhr bis abends 20:00 Uhr. Man kann den Kimono entweder in der Rental Station wieder ausziehen und abgeben oder in seinem Hotel einfach an die Rezeption legen, wo er dann von dem Rental Personal abgeholt wird.

Kosten für einen Tag im Kimono ca. 3.000 JPY - 5.000 JPY + 500 JPY Hairstyling
(26 - 45 EUR + 5 EUR Hairstyling)

Voranmeldung wäre natürlich nicht schlecht, denn es kann sein, dass man in eine Art Rush Hour reinkommt, wenn gerade ein ganzer Reisebus gestylt wird. Das ist übrigens auch der Grund, warum diese Rental Stations sehr viel Personal haben. Es will ja jeder gut aussehen und das in Rekordzeit.

Erinnerungen mal ganz anders teilen

Ich habe viele junge Leute dort gesehen, die sich einkleiden haben lassen. Wenn man durch die Stadt läuft, sieht das schon richtig toll aus. Manchmal muss man schon ein bisschen aufpassen, wenn man Gruppen begegnet, die sich ganz auf Ihre Selfie-Sticks konzentrieren.

   




Ein Taxifahrer meinte zu mir, dass er es schade findet, dass die Touristen nur diese billigen "Immitate" tragen. Echte Kimonos sind doch am Schönsten.  

Recht hat er... siehe das erste Bild oben. Aber schön fand ich die Immitate auch. 

Übrigens freuen sich die Japaner, wenn man sich in traditioneller japanischer Kleidung versucht - man sollte jedoch wirklich zu einem Profi vorher gehen. 

Angst davor ausgelacht zu werden, braucht man nicht. Im Gegenteil.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Herbst-Knabberei mit Kräuter-Süßkartoffel-Chips


Der Sommer ist vorbei und mittlerweile wird es nicht nur kühl, sondern das typische herbstliche Schmuddelwetter kommt zurück. Hier ein sehr einfaches DIY-Projekt, dass nicht nur gut für die Seele ist, sondern auch für den Magen. Perfekt für einen Abend mit einem Bierchen und einem guten Film.

Kräuter-Süßkartoffel-Chips

Knabberspaß für 3-4 Personen
- 2-3 Süßkartoffeln
- 3-4 EL Sonnenblumenöl
- 2-3 TL Meersalz
- frische oder getrocknete Kräuter nach persönlichem Geschmack

Um die Kräuter gut vorbereiten zu können, empfehle ich einen Mörser.

So geht´s:

Die Süßkartoffel gut waschen, aber nicht schälen. Dann mit einem scharfen Messer in 2 mm dicke Scheiben schneiden. Einfacher geht´s natürlich mit einem Gemüsehobel, wenn die Scheiben nicht zu dünn werden. Wir wollen ja schließlich konsistente Chips.

Die Kräuter werden im Mörser mit dem Meersalz fein zerrieben. Frische Kräuter sollten vorher natürlich gewaschen und vorab klein geschnitten werden. 

Etwas Sonnenblumenöl in eine Schale geben und das Salz-Kräuter-Gemisch hinzugeben und vermengen. 

Den Ofen auf 200 Grad Heißluft vorheizen. 

Die Süßkartoffelscheiben einzeln auf einem Gitterrosteinsatz auf einem Backpapier auslegen. dann mit einem Backpinsel die Süßkartoffelscheiben mit dem Kräutersalz-Öl leicht betupfen. Bitte nicht zuviel, sonst werden die Chips nicht kross, sondern schlabbrig.

Ab damit in den Ofen auf mittlerer Schiene, 15 min backen. Nach 15 min das Ganze herausnehmen und die Süßkartoffelscheiben wenden. Das geht am Leichtesten mit Essstäbchen. Nach dem Wenden die andere Seite der Süßkartoffelscheiben nochmals mit dem Kräutersalz-Öl betupfen. 
Dann wieder 15 min in den Ofen. Mittlerweile müssten sich die Süßkartoffelscheiben schon etwas wellen und biegen. 

Temperatur auf 100 Grad herunterdrehen und nochmals die Süßkartoffeln wenden. Dann wieder 15 min rein in den Ofen und das Ganze nochmals wiederholen.

Sollten die Süßkartoffelscheiben schon vorher kross und gebogen sein - ist es perfekt. Es kommt immer auf den Ofen an und die Dicke der Süßkartoffelscheiben.

Dann Chips aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Das passt dazu:
- würzige Dips mit Paprika und Chilli
- dunkles Bier 

Viel Spaß beim Ausprobieren - ich bin gespannt, wie es euch schmeckt.

Mittwoch, 17. August 2016

Abnehmen I: Startschuss für den Genuß!

Essbare Blüten...mmmhhh


Eine Statistik über Frauenzeitschriften besagte, dass die Leserinnen als erstes Artikel über das Abnehmen lesen, auf Rang 2 folgen die Artikel, wie: "Ich nehme mich so, wie ich bin." Auf Rang 3 sind Sport- und Trainingstipps und auf Rang 4 Rezepte.

Ist das nicht interessant?

Wir Frauen sind ja mit unserem Äußeren nie zufrieden - Männer sind da übrigens auch so. Die reden nur nicht (so viel) drüber. Aber in Wirklichkeit hat jeder von uns eine lange Liste, wo die Contra Punkte überwiegen, wenn es um den eigenen Körper geht. Von wegen 100% Body Love. Bull#*'"!

Das geht auch gar nicht. Denn unser Umfeld tut ganz viel dafür, damit wir uns unwohl fühlen. 
Unser innerer Fokus wird von den unterschiedlichen Industrien auf perfekte Körper und perfekte Kondition ausgerichtet.

Sportmagazine zeigen nur Menschen mit Sixpack - bei denen perlt der Schweiß auch richtig sexy vom braungebrannten Körper ab. Ihr Gesicht ist selbst bei den fiesesten Bauchmuskeltrainings gelöst, entspannt und immer strahlend.

Wenn wir Mittagspause haben, haben wir ganz viele Möglichkeiten schnell satt zu werden. Fastfood gibts nicht nur beim Goldenen M. Sondern auch in anderen Varianten, z.B. die leckere Leberkäs-Semmel vom Lieblingsbäcker. Mind. 5 Tage in der Woche sind wir auf Nahrungsjagd. Mal sind es die gebratenen Nudeln vom Chinesen, dann mal ne Pommes Portion, ne Currywurst, Kässpatzen, ab und zu einen teuren Salat mit ganz viel Balsamico vom Italiener usw. usf. Schmecken tut es uns nicht - aber wir wollen einfach mal schnell satt werden. 

Wir bringen das Wort Genuß und das Wort Mittagessen meist nur am Wochenende zusammen in Verbindung. Denn unter der Woche haben wir keine Zeit für sowas. Da muss es schnell gehen. Vom Thema Frühstück wollen wir erst gar nicht anfangen. 


Warum Körper und Geist sich vereinen müssen

Ich quäle mich gerade durch die Startphase einer langen Fitnesspause. Es ist grauenhaft und toll zur gleichen Zeit. Aber warum? Mein Körper ist eigentlich mit dem neuen Programm ganz zufrieden. Der jammert zwar unter Muskelkater und ich merk leider auch, dass ich keine 20 mehr bin, aber sonst ist alles ok. Also so ganz ohne Kondition bin ich ja nun auch nicht. Ich tu ja was. Nur mein Kopf misst sich an meiner Umwelt. 

Ich habe keine Geduld, will mein Sixpack am liebsten schon morgen haben. Nur mein Körper macht da nicht mit. Der sieht gar nicht ein, dass er sich gleich so verändert, wie ich das gerne haben möchte.

Selbstanalyse - mein Ei des Kolumbus

Kein Wunder, denn mein bisheriger Lebensstil war auch sehr geprägt von: keine-Zeit-haben. Keine Zeit um zu Frühstücken, keine Zeit für ein gutes Lunch, deswegen schnell beim Bäcker ein Sandwich geholt, Heißhunger, Magenschmerzen und abends schnell reinschaufeln, danach Sport und dann kam das große Ach und Weh. Effekt: Stress, Energielosigkeit und Gewichtszunahme - trotz Sport.

Ich sah das Thema Ernährung als notwendiges Übel an, damit der doofe Körper aufhört zu quengeln.

Gewusst habe ich sehr wohl, dass das nicht gut ist. Aber bewusst ist es mir anfangs nicht geworden. Ich habe einfach blind mal ein paar Sachen ausprobiert, die gut und schlecht waren. Erfolge konnte ich damit schon erzielen.

Denn wollte ich ja was ändern: Zurück in die alte Form. Nur wie? Vorher hatte ich das Problem ja nie. Hatte ich mich jemals wirklich richtig damit auseinandergesetzt? Oder hat mich damals nur extremer Sport vor der Gewichtszunahme gerettet? Wohl eher Letzteres.

Beruflich setze ich mich seit vielen Jahren mit dem Thema Work-Balancing auseinander. Mir sind die Fallen von Stress und keine-Zeit-haben also wirklich bewusst - aber beim Thema Ernährung war ich eine echte blutige Anfängerin. Mir fehlte mein persönlicher Masterplan.

Aber das war ja nicht mein Fachgebiet, besser gesagt, mein Kopf hat das als nicht so wichtig abgetan. Schöne Ausrede, oder? Dann muss ich mich halt so nehmen wie ich bin. Ne, wart mal... ich muss einfach mehr Sport machen... seufz... in dem Magazin waren so tolle Rezepte drin.... Och nee, oder???? Jetzt ist aber mal Schluss mit dem Käse!!

Seit ich mich mit dem Thema Ernährung, Sport und Abnehmen auseinandergesetzt habe, muss ich mir schon sagen, dass keine-Zeit-haben, ein echter Killer ist. Mental und physisch.

Klingt ja alles logisch - kann man ja alles nachlesen in den schlauen Sport-, Ernährungs- und Coachingbüchern. Sagen auch die Frauenzeitschriften... öhm. Das sagen Freunde, Verwandte, Kollegen und fremde Menschen, die man gar nicht kennt und von denen man das auch gar nicht wissen will.

Aber ist das jedem bewusst, der sich mit dem Thema Abnehmen realistisch auseinandersetzt? Nein, denn bis es im Hirn klick macht, ist es ein extrem komplizierter Weg. Denn ich war gezwungen mal ganz genau hinzuschauen, was eigentlich schief läuft. Das will eigentlich niemand so ganz genau. Offiziell macht (vor allem) Frau doch alles richtig.

Ich habe viele Fehler anfangs gemacht und habe am eigenen Leib gespürt, wie sehr mich diverse Ernährungstechniken gestresst haben. Anfangs war Essen lästig, auf einmal war es Stress. Ich durfte das nicht, jenes nicht, mein Hirn schrie nach Energie, mein Körper war total fertig und vor lauter Hunger konnte ich nicht schlafen. Kein Witz - in meinen Träumen habe ich Muffins mit einem Netz gefangen. Mein Fazit: Diäten sind Mist, Ernährungsumstellung ist doof, ich bin ein totaler Versager. Also, nochmals zurück zu dem Artikel in der Zeitschrift "Ich liebe mich, wie ich bin..."

Treffer - versenkt - willkommen zurück im Hamsterrad.

Gute Infos - schlechte Infos - Motivation

Nach einer Zeit des Rumdümpelns und Ausprobierens hatte ich zwar gute Erfolge, aber danach kam immer wieder ein Rückschlag. Ich war ein wenig verzweifelt, denn Misserfolge konnte ich gar nicht gebrauchen.

So bin ich erstmal zum Arzt und hab einen Basis-Check machen lassen, sprich ein großes Blutbild, wo Hormonwerte, Thema Schilddrüse, auch getestet wurde. Nachdem ich so einen schlauen Artikel im Netz gelesen hatte, hatte ich nämlich insgeheim meiner Schilddrüse die Schuld zugeschoben, warum das mit dem Abnehmen nicht klappt. So! Irgendjemand muss ja Schuld an meinem Versagen sein - und wenn es die Schilddrüse ist.

Die freundlichen Worte meines Arztes: " Sie sind gesund, ihre Werte sind sogar besser als 2 Jahre zuvor! Ihre Schilddrüse ist auch in bester Ordnung - nun die schlechte Nachricht: es gibt keinen medizinischen Grund, der Sie von Ihrem Plan natürlich Abzunehmen abhalten kann. Bleiben Sie dran, dann schaffen Sie ihr Ziel." Dann tätschelte er mir väterlich die Hand, nachdem er mein Gesicht sah, dessen Kinnlade sich mittlerweile auf seinem Schreibtisch befand.

Punkt. Klares Statement. Ich denke, gerade den letzten Satz habe ich für meine Psyche gebraucht: "Bleiben Sie dran, dann schaffen Sie Ihr Ziel."

Und das ist etwas, was ich mit euch gerne teilen will: wer schon angefangen hat Diäten zu machen, Sport macht oder begonnen hat, Ernährungsbücher gewälzt hat - fängt nicht bei Null an! 

Das musste ich mir auch sagen, denn durch mein Nicht-Vorwärts-Kommen war ich total demotiviert. Ich hatte auch keinen Masterplan.

Ich musste mein Wissen neu ordnen, bündeln und mich intensiver mit den Dingen beschäftigen, womit ich gute Erfahrungen gemacht habe.

Irgendwas hatte ich ja wohl richtig gemacht, denn sonst hätten sich meine gesundheitlichen Werte nicht verbessert. Das, fand ich im Nachhinein, war wirklich ein Erfolg. HEUREKA!

So habe ich angefangen alles zu sammeln, was ich wusste: wie viel Kalorien braucht mein Körper tatsächlich täglich? Welche Lebensmittel nehme regelmäßig ich zu mir, die schlecht für mich sind? Welche Alternativen gibt es dazu? Wie steht es mit meinem Hungergefühl?

Wie muss ich meine Sporteinheiten verändern? Was ist zuviel, was kann ich aktiv leisten? usw.

Back on track - ein Körpergefühl wird zum Masterplan

In einem Notizbuch definierte ich meine Ziele neu:

Ich habe für mich festgelegt, dass ich nicht dünn sein möchte. 

Ich will meine Fitness und Kondition steigern und so mein Übergewicht in Muskeln umwandeln, meinen mentalen Stress abbauen und so meinen Körper wieder in eine sportliche Form bringen, die mich gesund hält und glücklich macht. 

Zum ersten Mal kam das Wort Glück vor... ich brachte mein Vorhaben mit Glück und Wohlbefinden in Verbindung - und ich wollte nicht dünn sein.

Allein schon diese Selbsterkenntnis hat mich unglaublich motiviert. Ich fühlte mich auf einmal  wie auf Wolken, irgendwie war jetzt alles klar - und hatte wieder Lust aufs Essen. Lust auf neues gesundes Essen mit ganz viel Spaß und Liebe und Glück.


Food Love is Body Love


Es ist ein mühsamer Weg mein persönliches Ziel zu erreichen und ich sehe mein definiertes Ziel auch als Lebensphilosophie, die mich immer begleiten soll. Denn Body Love endet nicht mit einem erreichten Gewicht auf der Waage.

Ich gehe bewusster in meinen Alltag, auch wenn es stressig ist. Ich bereite mir mein Essen mit Liebe zum Genuss zu und fühle mich nicht nur satt, sondern einfach happy.

Da ist auch mal eine Schoki, ein Muffin und ja... auch mal ein fetter Burger drin. Aber dann geht es wieder zurück auf den Weg, nämlich mit Gemüse, Obst, Salat und Vollkorn. Ich verarbeite nur frische Zutaten und Päckchenware und Fertiggerichte gibt es bei uns im Haus nicht mehr. Wichtig ist, dass man immer wieder zurück zur Basis kommt.

Meine Sporteinheiten sind härter geworden. Ich habe mir einen Trainingsplan zusammengestellt, der Kraft und Ausdauer fördert. Das bringt mich an meine Grenzen. Ich muss Vieles nachholen. Aber das ist gut so. Ich habe das Gefühl, ich schaffe das. Darauf kommt es an. Ich habe gelernt mich sportlich nicht zu überfordern.

Und: ich stehe nicht mehr jeden Tag auf der Waage. Das ist auch wichtig.

Meine Tipps:


1. Gesundheitscheck: lass Dich erstmal von einem guten Arzt durchchecken und ein großes Blutbild machen. Berichte von Deinen Plänen und Erfahrungen beim Abnehmen und besprich dies mit dem Arzt.

2. Zieldefinition: welches Ziel möchtest Du erreichen? Was ist Dir wichtig? Fitness, Gewichtsreduktion? Setze Dich mit realistischen Zielen auseinander. Wenn Du das definiert hast, mach Dir Etappenziele. Nicht jeder Körper ist gleich, plane also diese Dinge zeitlich entsprechend ein.

3. Informiere Dich über das Thema Ernährung und Lebensmittel. Achte beim Einkaufen, auf die Angaben auf den Packungen. Gehe nicht nur nach den Kalorien, sondern schau Dir mal genau an, wie viel Zucker z.B. in Fruchtjogurts drin sind.

4. Mache Sport. Nur mit Ernährung und Bewegung kannst Du erfolgreich Dein Gewicht reduzieren. Nicht erschrecken, wenn Du anfangs zunimmst. Das ist normal, denn Deine Muskeln nehmen zu.

5. Mache Dir einen Wochenplan, was Du essen willst und wie Deine Sporteinheiten unterkriegst. Denke an Dich - es ist sehr wichtig, dass Du Dein Vorhaben durchziehst und in Deinen Alltag einbindest.



Danke an: das junge Mädchen vor mir an der Kasse im Supermarkt vor ein paar Tagen, die super schlank war, aber deren Mittagessen ein Gläschen Babybrei mit Aprikose war. Das hat mich unendlich motiviert, diesen Artikel zu schreiben - Hungert nicht, esst richtig und bleibt gesund.

Sonntag, 14. August 2016

Wie Du Kaffee ganz neu entdecken kannst...


Welches Tier schwimmt in meinem Kaffee?

Lebewohl, Disc-Kaffee!

Sooo - ich habe mich endgültig von meiner Disc-Kaffeemaschine getrennt - besser gesagt, ich habe sie zur Adoption frei gegeben. Sie hat nun ein liebevolles Zuhause bekommen.

Wer mich näher kennt, weiß, dass ich eine sehr emotionale Beziehung zu Kaffee und Tee habe. Kaffee war schon das eine oder andere Mal zu viel des Guten, das gebe ich gerne zu.

Irgendwie hatte ich keine Lust mehr auf einen Disc-Kaffee, den ich zwar gerne mochte, aber mit der Zeit der Geschmack und die Verträglichkeit irgendwie auf der Strecke blieb. Ganz zu Schweigen von dem Thema Umwelt, Preis usw. usf.

Und das Wichtigste ist, dass ich mich nicht mehr festlegen wollte, nicht, wenn es da noch so viel tolle Kaffeesorten zu entdecken gibt, statt Einheitsplörre, die gerne auf den Magen schlägt. Ich habe mir einen guten Espressoautomat gegönnt, wo das Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung ist - sprich, ich habe mich nicht in den Ruin treiben müssen, um ein gutes Gerät zu bekommen.

Es muss nicht immer ein mechanisches Wunder sein

Wer guten Kaffee kochen will, kann auch richtig glücklich mit einer stilvollen Kaffeemühle und einem Espressokocher für den Herd sein. Vorausgesetzt er/sie lernt das richtige Kochen. Das ist Übungs- und Erfahrungssache.

Filtermaschine, Press/Stempel-Kannen (kann ich persönlich sehr empfehlen) sind genauso wunderbar geeignet. Es gibt so viele Möglichkeiten, da muss es nicht immer ein Vollautomat sein.

Gerade im Vollautomaten-Bereich kann man sich vor lauter Technik gar nicht mehr retten und die Anschaffung die da im Raum stehen, ist richtig teuer. Von der Wartung ganz zu Schweigen - und so manch hochpreisiges Modell kann extrem zickig sein. Also, am Besten das Für und Wider abwegen, bevor man den Geldbeutel aufmacht - oder einfach mal den Espressokocher ausprobieren.

Guter Kaffee von der Röstergilde

Selbstverständlich gehört dazu noch die perfekte Bohne. Die Lieblingskaffeesorte. Die habe ich mir bei einer Fachhändlerin besorgt. Und zwar ist dieser direkt aus einer Kaffeerösterei aus Norddeutschland, die der Gilde der Kaffee-Röster angehört *klick*.

Die Händlerin meinte, sie habe viele Kunden, die erstmal in ihrem Sortiment die Fair-Trade- und Bio-Siegel auf der Verpackung suchen. Auf Nachfragen erklärt Sie sehr gerne den Kunden, dass diese Siegel auch Ihren Preis haben - wir zahlen das mit. Es gibt aber sehr guten Qualitätskaffee, der genauso fair und bio ist, der nur diese Siegel nicht hat.

Dafür aber einen strengen Kodex, wie die Deutsche Röstergilde, die nicht ein strenges Auge auf Herkunft und Qualität der Bohnen hat, sondern auch auf die Anbaubedingungen, sprich eben faire Geschichten.

Also, schaut einfach mal nach, ein Blick und ein Vergleich lohnt sich auf alle Fälle. Ich bin umgeschwenkt und kaufe meinen Kaffee nur noch dort.

Verträglichkeit ist eine Frage der Röstung

Warum bekommen manche Leute Magenschmerzen, wenn sie Kaffee trinken? Das hat etwas mit dem Röstverfahren zu tun.

Die Kaffeebohne hat eine Menge natürliche Bitterstoffe, deswegen schmeckt Kaffee auch bitter. Je nach Bohnensorte ist das selbstverständlich stärker oder milder.

Klassische Kaffees, die man aus dem Supermarkt kennt, werden in Großrösterreien in extrem hohen Temperaturen, jedoch nur zwischen 3-9 Minuten geröstet. Das bedeutet, dass manche Bitterstoffe, die sich durch längeres Rösten verflüchtigen können, bei diesen Verfahren gar nicht zum Zuge kommen. Somit bescheren uns diese Bitterstoffe Magenprobleme, wenn wir diese Kaffees trinken.

Kaffee, der bei nicht allzu hohen Temperaturen zwischen 25 - 50 Minuten geröstet wird, kann sein Aroma entfalten und die Bitterstoffe loswerden, die wir nicht vertragen.


Experten vergessen das Wasser bei der Kaffeezubereitung nicht

Selbstverständlich ist die Wasserqualität ein ganz wichtiger Faktor beim Zubereiten von Kaffee. Wer einen hohen Kalkgehalt im Wasser hat, ist mit einem Tischfilter bestens beraten. Ich habe es getestet, es ist wirklich ein absoluter Unterschied im Geschmack.

Manche Kaffeeliebhaber kochen auch das Wasser über einen Wasserkocher vor, um das perfekte Ergebnis zu bekommen.


Kaffee & Gesundheit

Macht Kaffee süchtig?

Ja, das tut er, wenn man es extrem übertreibt - die Bohne hat schließlich das berühmte Koffein intus (wie auch im Schwarz-, Grün-, Matetee, Colagetränke und manche Abnehmprodukte, meist in pillierter Form, wo Guarana enthalten ist).

200 mg täglich und man kann davon süchtig werden. Eine höhere Dosis und man kann in einen Koffein-Rausch fallen, wo man meint, man könnte an der Decke spazieren gehen; es kommt zu üblen Vergiftungserscheinungen und am Ende kann man auch noch einen Herzinfarkt bekommen - auch als junger, kerngesunder Mensch. Koffein ist eine Droge - punkt.

Kaffee entzieht dem Körper auch Wasser - deswegen gibt es in guten Kaffeehäusern immer noch ein kleines Gläschen Wasser gratis dazu. Leider ist dieser Service in Deutschland extrem selten. Geht man nach Österreich oder die Schweiz, ist das Standard in jedem Kaffeehaus.

Wann lieber keinen Kaffee trinken?

Koffein wirkt aufputschend - nennt sich auch psychoaktive Stimulanz.

Wenn man mit Unruhe, Depressionen und Stress zu kämpfen hat, sollte man vorerst auf Kaffee verzichten. Genauso wenn man einen empfindlichen Magen hat.

1-2 Tassen am Tag sind absolut ok.

Stressige Zeit im Büro? Dann wirklich an diesem Tag die Kaffeemaschine mal auslassen, auch den Schwarztee im Schrank lassen und auf Wasser und Kräutertee umschalten. Das ist das beste Rezept und beugt Überreizung vor.

Schwangerschaft & Stillzeit. Schwangere und stillende Frauen sollten auf koffeinhaltige Getränke/ Lebensmittel grundsätzlich verzichten. Denn den Föten und Säuglingen fehlt das Enzym zum Koffeinabbau und das Risiko einer Fehlgeburt ist vorprogrammiert.

Positive Wirkweisen von Kaffee

Forscher haben herausgefunden, dass der Genuß von  Kaffee das Risiko von Hautkrebs reduziert. Hierbei wurden mit menschlichen Hautzellen mit Koffein behandelt.
Ebenso hat die Forschung herausgefunden, dass die Gesamtheit der Wirkstoffe des Kaffees das Parkinson- und Diabetesrisiko reduzieren.

Der Wirkstoff Koffein wird gerne in Anti-Cellulite-Cremes verwendet.

Manche Hausrezepte empfehlen auch Kaffeesatz auf die ungewünschten Dellen aufzutragen und einzumassieren. Nach 20 min sollte dies dann abgewaschen werden. Ob es hilft - keine Ahnung.

Weniger ist mehr - Kaffee-Mantra

Kaffee soll Genuss sein - es soll den persönlichen Stress nicht fördern, sondern dem Körper signalisieren:

Jetzt genieße ich meine Ruhe und feiere dies mit einem fantastischen Kaffee. Ich habe mir eine Auszeit verdient und ergebe mich ganz in den Geschmack. Ich atme das Aroma mit geschlossenen Augen und schmecke mit allen Sinnen.

Wer achtsam den Genuss schätzen lernt, schätzt die Vielfalt guter Kaffeesorten.

Dann gibt es halt nur eine Tasse pro Tag - die aber dann richtig. Macht doch nichts, hauptsache, es geht Dir gut danach.

Und? Schon Lust auf eine gute, aromatische Tasse Kaffee bekommen?


Sonntag, 10. Juli 2016

Mango-Chicken-Teriyaki - selfmade -


Seit ich die japanische Küche in unsere Familie eingeführt habe, sind meine Jungs große Teriyaki-Fans geworden. Aber was tun, wenn die gute japanische Teriyaki Sauce leer ist? Kein Problem - da können wir tricksen:

Mango-Chicken-Teriyaki - selfmade:

Für 4 Personen:
- 250 -300 g Reis (hier: Akitakomachi Reis)
- 600 g Putenfleisch/Hähnchenfleisch
- 1 Mango
- Sesamkörner (schwarzer Sesam/weißer Sesam)
- 50 ml Sojasauce (Empfehlung: Kikkoman)


Für die Teriyaki-Marinade:

- weißer Pfeffer
- eine Prise Salz
- 1/2 TL  Curry
- einen Klecks Honig
- BBQ Dark Beer Sauce (wird erst beim Finish zugegeben)


So geht´s:

Als Erstes muss das Fleisch mariniert werden. Das kannst Du schon am Vorabend tun.

Das Fleisch ins kleine Stücke schneiden, in eine Schüssel geben, pfeffern, salzen, den Curry dazugeben, den Honig dazugeben. 50 ml Sojasauce hinzugeben. Alles gut vermengen. Die Schüssel abdecken und das Ganze im Kühlschrank ziehen lassen. Bei Gelegenheit ab und zu nochmal umrühren, dass die Fleischstücke auch gut Soße abbekommen.

Nun geht´s aber richtig los.
Reis zubereiten: nachdem ich so viele Reisgerichte koche, habe ich mir einen günstigen, aber sehr guten Reiskocher gekauft. Das hat sich echt gelohnt, Mein Reiskocher hat mich damals 25 EUR gekostet - und hat sich schon voll bezahlt gemacht.

Die Mango schälen und das Fruchtfleisch zerkleinern.

Während der Reis kocht, eine Pfanne mit Öl leicht erhitzen und die Sesamkörner anrösten. Dann das marinierte Fleisch zugeben und auf mittlerer Hitze schön gleichmäßig braten. Das Fleisch darf gerne an den Seiten knusprig werden. Während des Bratens wird die Sojasauce anfangen zu arbeiten und sich mit dem Bratensaft zu einer leckeren Sauce verbinden.

Dann die Mangostücke dazugeben. Alles gut vermengen und mit dem Fleisch mitbraten.

Zuletzt 2-3 EL der BBQ Dark Beer Sauce untermengen.

Fertig ist euer selfmade Teriyaki-Gericht! Guten Appetit.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Sonntag, 19. Juni 2016

Auszeit: Der Platz, wo Du Zuhause bist



Dieser Schäferwagen ist ein Bioladen mit den selbst hergestellten Produkten eines kleinen Landhotels mit Bauernhof. Entdeckt habe ich dies auf einer Geschäftsreise. Wirklich eine tolle Idee.


Wo ist Dein Zuhause?


Zuhause ist, wo Du Dich heimisch fühlst - wo Du Deinen Frieden finden kannst, wo Du Deinen Anker im Sturm des Alltags findest.

Wie Dein Zuhause aussieht, ist am Ende nicht wichtig. Es kann sehr klein sein, das ist am Ende nicht wichtig. Wichtig ist nur, dass Du Dich selbst Zuhause fühlst, Dich nicht mit schlechten Energien zumüllst und Freunde für Dich immer willkommen sind.

Ein Zuhause ist Liebe, Lachen, Freude und ganz viel Geborgenheit... Das muss es am Ende sein, sonst bist Du immer unglücklich.


Leben im Planwagen


Frenchy lebt in einem wundervollen Zuhause, dass wirklich sehr besonders ist - laß Dich inspirieren:



Frenchy lebt ein besonderes Leben - einfach eine wundervolle Frau, die richtig glücklich ist, in so einem Zuhause zu leben. "Follow your dreams!" sagt sie - und sie hat recht.


Motiviert?

Clevere Bauanleitungs-Inspiration gebraucht? Wunderbare Arbeit wie ich finde - also, ihr handwerklich begabten Männer und Frauen - ran an den Speck!!!

Schaut mal nach:



Ach ja, der tolle Soundtrack zu diesem Video ist hier... ich liebe den Song:
The Small Glories "Home" 


Donnerstag, 16. Juni 2016

Ist Chia ein Superfood?



Vorab sei hier gesagt, dass ich keine Medizinerin bin, die hier Gesundheits-Tipps vergibt. Dieser Post ist ein Laien-Post, also bitte nicht als gesundheits-wissenschaftliche Abhandlung sehen.

Chia ist das neue Superfood schlecht hin geworden. Chiasamen bekommt man mittlerweile überall. In der Apotheke, im Supermarkt - überall da, wo man die "gesunde" Ernährung im Regal stehen hat.

Chia bedeutet in der Maya-Sprache Kraft, Stärke. Das Superfood-Marketing teilt uns mit, dass die Samen aus Mexico stammen und schon den alten Azteken als Energiespender gedient haben. Deswegen ist das Ganze ja so ein Turbo-Boost in der Superfood-Küche.

Das schaue ich mir genauer an, dachte ich mir. Deswegen hier mal so meine Meinung zu diesem Thema.

Was ist Chia wirklich?

Bei den  Chiasamen handelt es sich um die Samen des Salvia Hispanica, also Salbei. Genauer gesagt eine Salbeiart, die hauptsächlich in Mexico vorkommt - nicht Spanien, wie der lateinische Name eigentlich andeuten will.

15 Gramm pro Tag ist empfohlen

Tagesportion an Chia ist von der Europäischen Lebensmittelbehörde auf 15 Gramm pro Tag empfohlen. 


Warum gibt es eine Empfehlung der Lebensmittelbehörde?

Weil bisher noch nicht klar ist, ob Chia Überempfindlichkeiten oder Allergien auslöst. Bis 1997 war Chia nicht für den menschlichen Verzehr vorgesehen (!). In den USA darf man pro Tag 50 g verzehren, in den Herkunftsländern gibt es keine Beschränkung.

Das Ganze mal unter die Lupe genommen:

Chia ist Salbei - soweit sind wir uns ja nun einig. Grundsätzlich ist man ja von Salbei erstmal begeistert. Salbei nutzt man für alles mögliche, denn das Kraut ist wirklich ein sehr gutes Heilkraut. Das liegt an dem Inhaltsstoff Thujon. Thujon wirkt krampflösend, desinfizierend und Schmerz hemmend. Also eigentlich eine sehr gute Sache... aber... zuviel ist ungesund.

Thujon ist ein Nervengift. D.h. wer sich zu viel Salbei antut, erhält die entsprechende toxische Dosis. Kopfschmerzen und Erbrechen sind da nur leichte Nebenwirkungen. Das Ganze kann sich bis zu Krämpfen steigern und wenn man extrem überempfindlich ist, natürlich unvorhergesehene gesundheitliche Probleme aufkommen lassen, die u.a. den Kreislauf kollabieren lassen.

Das ist der Grund warum Chia einem beschränkten Verzehr unterliegt.

Finger weg von Chia/Salbei in der Schwangerschaft

Auch wenn in manchen Prospekten drinsteht, dass die Inka/Azteken und wer auch immer Chia in der Schwangerschaft zu sich nahmen, dann sollte dabei stehen: Förderung der Geburt! FÖRDERUNG!

Denn Thujon wirkt abortiv - es kann zu Früh- und Fehlgeburten kommen.

Interessanterweise ist die Moxibustions-Therapie bei Hebammen sehr beliebt, um u.a. das Kind zum Wenden im Mutterleib zu animieren - und mit was wird gemoxt? Mit Salbei natürlich. Aha!

Ich kann ein Lied davon singen, wie der Salbei negativ wirkt, denn  ich hatte eine richtig unprofessionelle Mox-Sitzung von einer Hebamme, die keine Ahnung hatte, wie man das richtig macht.

Glaubt mir, das will keine werdende Mutter haben. Mir ging es richtig schlecht danach. Kleine Verbrennungen an den Fußsohlen waren da mein geringstes Problem.  Also, bitte nur zu Profis gehen und nicht jeder Hebamme glauben, dass die das auch kann, nur weil sie Hebamme ist. Das gleiche gilt übrigens auch für Akupunktur.

Fazit:


  • Chia ist Salbei
  • In Maßen verzehrt, ist er ungefährlich - außer man ist allergisch
  • Sehr sensible Menschen sollten Chia meiden 
  • Chia ist kein Superfood, dass einem automatisch abnehmen lässt - Sorry...
  • Chia ist eine interessante Ergänzung zu einer gesunden Ernährung, sofern die Spielregeln eingehalten werden, sprich eine entsprechende Dosierung
  • Das Super-Food Marketing funktioniert hervorragend, denn es erzählt den Leuten einfach nur die halbe Wahrheit
Wofür verwendest Du Chia?

Sonntag, 12. Juni 2016

Event: Nadelwelt 2016 in Karlsruhe - Quiltkunst vom Feinsten

Es war meine erste Nadelwelt und am Anfang habe ich mir überlegt, ob sich der Weg von 2,5 Stunden Autofahrt überhaupt für mich lohnt. Vorallem nachdem ich gesehen hatte, dass der Umfang der Messe sich "nur" auf eine Messehalle erstreckt.

Was mich dennoch auf die A8 bewegt hat, war die Ausstellung der Quilt-Künstler. Das hat mich neugierig gemacht und ich bin nicht enttäuscht worden.

Die Quilt-Ausstellung


Die Vielfalt der Quiltkunst war unglaublich groß. Es gab so viel zu sehen, so viele Eindrücke und wunderschöne Werke, die man wirklich sehen muss, denn um sie zu beschreiben, fehlen einem die Worte.
Ich habe so viele Bilder gemacht und würde gerne alle hier im Blog zeigen, aber das ist wirklich unmöglich. Deshalb habe ich meine Favoriten zusammengestellt.

Klicke einfach auf die Bilder und Du kannst die Quilts detaillierter sehen. Am Ende des Artikels, findest Du auch eine Verlinkung zu den Websiten der Künstler, so fern vorhanden.



















Diese Ausstellung zeigte wunderbar die Vielfalt und die kreativen Möglichkeiten, die Textile Kunst zu bieten hat. Ob klassisch oder mit Materialmix, es waren so viele unterschiedliche Arten und Formen zu sehen, dass man immer wieder Neues und Innovatives entdecken konnte.


Veranstaltungsorganisation:

Ich muss sagen, dass die Veranstalter diese Messe sehr gut organisiert haben. Für uns Blogger wurde extra eine Lounge mit WLan eingerichtet und wir haben vorab die Eintrittkarten zugesandt bekommen, um den "Presseeingang" nehmen zu dürfen. Vielen Dank nochmals an dieser Stelle an das Veranstalterteam.

Es waren am Samstag unglaublich viele Menschen dort, so dass ich wirklich dankbar war, nicht in der Schlange für ein Ticket anstehen zu müssen.


Was gab es sonst noch...

Ich empfand die Stimmung auf der Messe als wirklich sehr kundenfreundlich. Die Aussteller im kommerziellen Bereich haben viel gezeigt und sich trotz so vieler Menschen richtig Zeit für Fragen genommen. Das kann man nicht von jeder Messe sagen, wo wie Aussteller bereits nach dem ersten Tag gestresst und entnervt sind.

Ich bin auch mit ein paar Schätzen nach Hause gezogen, die sich wirklich gelohnt haben. *freu*
Das gibts aber in einem anderen Beitrag zu lesen....


Kritikpunkt:

Dadurch, dass jeder Künstler einen eigenen Ausstellungsbereich hatte, der klar separiert war, war es manchmal erlaubt zu fotografieren, manchmal nicht. Manchmal wurde auch darauf hingewiesen ohne Blitz zu fotografieren. Das ist vollkommen in Ordnung.

Was ich persönlich nicht gut fand, war in der Künstler-Ausstellung eine Organisation mit Gemeinschaftsausstellung, die tatsächlich eine Spende von 1 EUR für Fotografen auf freiwilliger Basis für eine soziale Organisation gefordert hat. Dazu gab es ein Hinweisschild, dass ich nicht gesehen hatte. Als ich ein Foto gemacht hatte, hatte ich eine Sammelbüchse unter der Nase mit einer Frau, die meine "und jetzt krieg ich einen Euro von Ihnen".  Das finde ich, ehrlich gesagt, extrem frech.

Das Bild war sofort gelöscht, ich habe keinen Euro bezahlt. Das geht überhaupt nicht. Auch nicht auf freiwilliger Basis für eine soziale Organisation, nicht bei einer kommerziellen Messe mit Presseverkehr und Menschen, wie uns Bloggern, die die Künstler mit unseren Reportagen unterstützen und bewerben, indem wir sie auch noch verlinken. Dafür kriegen wir nämlich kein Geld - weder von den Künstlern, noch von irgendjemand sonst.

Wenn es um das Thema "Ideenklau, Urheberrecht" usw. geht, dann sollte ein Hinweisschild für ein komplettes Fotoverbot ausgewiesen sein. Dann kann ich das akzeptieren. Aber hier sprechen von einer Messe, wo das Publikum bereits Eintritt bezahlt.

Aber am Ende lag das nicht an dem Veranstalter, sondern an der betreffenden Künstlerorganisation, die einfach nicht publikumsnah denkt.

Die meisten Künstler haben es gern gesehen wenn die Werke fotografiert wurden. Sie haben sehr freundlich auf alle Besucher reagiert und ihre Techniken gerne erklärt. Das fand ich unglaublich toll.


Verlinkung zu den Künstlern - so fern Website vorhanden-:


Martine Apaloaza - Angela Rudolph - Veronika Schlüsselburg (kein Link vorhanden) - Rita Schaffer (kein Link vorhanden) - Jacqueline de Jonge - Pia Welsch - Pippa Moss


Rezession: Handmade Kultur Nr. 2/2016



Vielen Dank erstmal an Beccy vom Redaktionsteam der HANDMADE Kultur für die Zusendung des Heftes. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Gerne gebe ich hier meine Rezession.

Die HANDMADE Kultur ist ein wirklich gutes Magazin für Selbermacher und jeden, der Spaß an kreativen DIY-Projekten hat.

Was ist das Besondere? 

Hier geht es um echtes Selbermachen - bzw. Nachmachen, denn die vorgestellten Projekte sind immer mit Tutorial. Das finde ich extrem nützlich. Gerade meine persönliche DIY-Regel: Use-what-you-have ist ganz klar im Vordergrund. Das macht das Magazin ziemlich einzigartig, wie ich finde.

Ich finde in den Projekten eine detaillierte Materialliste, eine Beschreibung/Schnitt und die einzelnen Schritte für ein gutes Gelingen. Was will ich mehr?

Im Heft finde ich auch Ideen, um Dinge neu oder anders zu gestalten, wie z.B. eine Tischplatte mit Linoleum zu beziehen, das wirkt echt edel.


Irgendwie inspirierend und anders denkend...

Ehrlich gesagt, war ich im Heft Nr. 2/2016 total begeistert von der Idee aus Hasendraht ein Organisationswunder, nämlich einen Orga-Korb zu bauen. Auf die Idee wäre ich nicht gekommen. So simpel und irgendwie extrem praktisch. Das ist ein Projekt, was ich garantiert selbst ausprobieren werde. Fünf Daumen hoch!!!

Tolle Idee fand ich auch die Schreibtischlampe aus Wasserrohren. Das ist zwar nicht mein Stil und ich hätte ein bisserl Bedenken bei dem Umgang mit der Elektrik, aber die Idee und Umsetzung ist wirklich gelungen. Vielen Dank dafür.

Ich mochte die Reportage über die Buchbinderinnen aus Bremen, Ein sehr schöne Blick hinter die Kulissen in ein altes Handwerk mit modernen Frauen. Ebenso mochte ich die Homestory über die Fotografin und Bloggerin aus Hamburg. Eine tolle Wohnung mit ganz viel Inspiration.

Ich mag die Empfehlungsseite von BloggerInnen für BloggerInnen. Da habe ich tolle Blogs entdeckt.

Meine Favoriten in diesem Heft?

Ganz klar das Rezept des Earl-Grey-Cheesecake von Chi-Yung-Fang aus Taiwan - lesenswert und macht Lust auf´s Ausprobieren.

Darauf folgt gleich die Anleitung zum Bau eines eigenen Schreibtisches! Hätte nicht gedacht, dass das so simpel sein kann. Gerade das Thema mit Dübeln und Bohren ist so eine Sache. Ich könnte mir bei der Beschreibung wirklich zutrauen, das auszuprobieren.

Jede/r nach ihrem/seinem Geschmack

Die Nähprojekte waren in diesem Heft dieses Mal nichts für mich. Lag nicht an dem Tutorial oder ähnlichem, es lag daran, dass mich das Projekt, wie eine Pluderhose oder ein Querstreifenshirt nicht wirklich in meinem Interesse lag.

Das Thema Shibori hatte die letzte burda auch schon im Frühsommerheft. Ich fand das Tutorial in der burda für Shibori-Anfänger besser ausgearbeitet. Fortgeschrittene kommen mit der HANDMADE Kultur Beschreibung bestens zurecht.

Fazit:

HANDMADE Kultur überrascht durch Vielfältigkeit. Für jeden DIY-Freak ist was dabei. Ich kann das Magazin wärmstens empfehlen... und freue mich schon auf die Nr. 3/2016.


Besuche doch mal HANDMADE Kultur online *klick* - dort veröffentliche ich übrigens auch meine Rezepte.

Viel Spaß beim Neugierig-sein!