Mittwoch, 17. August 2016

Abnehmen I: Startschuss für den Genuß!

Essbare Blüten...mmmhhh


Eine Statistik über Frauenzeitschriften besagte, dass die Leserinnen als erstes Artikel über das Abnehmen lesen, auf Rang 2 folgen die Artikel, wie: "Ich nehme mich so, wie ich bin." Auf Rang 3 sind Sport- und Trainingstipps und auf Rang 4 Rezepte.

Ist das nicht interessant?

Wir Frauen sind ja mit unserem Äußeren nie zufrieden - Männer sind da übrigens auch so. Die reden nur nicht (so viel) drüber. Aber in Wirklichkeit hat jeder von uns eine lange Liste, wo die Contra Punkte überwiegen, wenn es um den eigenen Körper geht. Von wegen 100% Body Love. Bull#*'"!

Das geht auch gar nicht. Denn unser Umfeld tut ganz viel dafür, damit wir uns unwohl fühlen. 
Unser innerer Fokus wird von den unterschiedlichen Industrien auf perfekte Körper und perfekte Kondition ausgerichtet.

Sportmagazine zeigen nur Menschen mit Sixpack - bei denen perlt der Schweiß auch richtig sexy vom braungebrannten Körper ab. Ihr Gesicht ist selbst bei den fiesesten Bauchmuskeltrainings gelöst, entspannt und immer strahlend.

Wenn wir Mittagspause haben, haben wir ganz viele Möglichkeiten schnell satt zu werden. Fastfood gibts nicht nur beim Goldenen M. Sondern auch in anderen Varianten, z.B. die leckere Leberkäs-Semmel vom Lieblingsbäcker. Mind. 5 Tage in der Woche sind wir auf Nahrungsjagd. Mal sind es die gebratenen Nudeln vom Chinesen, dann mal ne Pommes Portion, ne Currywurst, Kässpatzen, ab und zu einen teuren Salat mit ganz viel Balsamico vom Italiener usw. usf. Schmecken tut es uns nicht - aber wir wollen einfach mal schnell satt werden. 

Wir bringen das Wort Genuß und das Wort Mittagessen meist nur am Wochenende zusammen in Verbindung. Denn unter der Woche haben wir keine Zeit für sowas. Da muss es schnell gehen. Vom Thema Frühstück wollen wir erst gar nicht anfangen. 


Warum Körper und Geist sich vereinen müssen

Ich quäle mich gerade durch die Startphase einer langen Fitnesspause. Es ist grauenhaft und toll zur gleichen Zeit. Aber warum? Mein Körper ist eigentlich mit dem neuen Programm ganz zufrieden. Der jammert zwar unter Muskelkater und ich merk leider auch, dass ich keine 20 mehr bin, aber sonst ist alles ok. Also so ganz ohne Kondition bin ich ja nun auch nicht. Ich tu ja was. Nur mein Kopf misst sich an meiner Umwelt. 

Ich habe keine Geduld, will mein Sixpack am liebsten schon morgen haben. Nur mein Körper macht da nicht mit. Der sieht gar nicht ein, dass er sich gleich so verändert, wie ich das gerne haben möchte.

Selbstanalyse - mein Ei des Kolumbus

Kein Wunder, denn mein bisheriger Lebensstil war auch sehr geprägt von: keine-Zeit-haben. Keine Zeit um zu Frühstücken, keine Zeit für ein gutes Lunch, deswegen schnell beim Bäcker ein Sandwich geholt, Heißhunger, Magenschmerzen und abends schnell reinschaufeln, danach Sport und dann kam das große Ach und Weh. Effekt: Stress, Energielosigkeit und Gewichtszunahme - trotz Sport.

Ich sah das Thema Ernährung als notwendiges Übel an, damit der doofe Körper aufhört zu quengeln.

Gewusst habe ich sehr wohl, dass das nicht gut ist. Aber bewusst ist es mir anfangs nicht geworden. Ich habe einfach blind mal ein paar Sachen ausprobiert, die gut und schlecht waren. Erfolge konnte ich damit schon erzielen.

Denn wollte ich ja was ändern: Zurück in die alte Form. Nur wie? Vorher hatte ich das Problem ja nie. Hatte ich mich jemals wirklich richtig damit auseinandergesetzt? Oder hat mich damals nur extremer Sport vor der Gewichtszunahme gerettet? Wohl eher Letzteres.

Beruflich setze ich mich seit vielen Jahren mit dem Thema Work-Balancing auseinander. Mir sind die Fallen von Stress und keine-Zeit-haben also wirklich bewusst - aber beim Thema Ernährung war ich eine echte blutige Anfängerin. Mir fehlte mein persönlicher Masterplan.

Aber das war ja nicht mein Fachgebiet, besser gesagt, mein Kopf hat das als nicht so wichtig abgetan. Schöne Ausrede, oder? Dann muss ich mich halt so nehmen wie ich bin. Ne, wart mal... ich muss einfach mehr Sport machen... seufz... in dem Magazin waren so tolle Rezepte drin.... Och nee, oder???? Jetzt ist aber mal Schluss mit dem Käse!!

Seit ich mich mit dem Thema Ernährung, Sport und Abnehmen auseinandergesetzt habe, muss ich mir schon sagen, dass keine-Zeit-haben, ein echter Killer ist. Mental und physisch.

Klingt ja alles logisch - kann man ja alles nachlesen in den schlauen Sport-, Ernährungs- und Coachingbüchern. Sagen auch die Frauenzeitschriften... öhm. Das sagen Freunde, Verwandte, Kollegen und fremde Menschen, die man gar nicht kennt und von denen man das auch gar nicht wissen will.

Aber ist das jedem bewusst, der sich mit dem Thema Abnehmen realistisch auseinandersetzt? Nein, denn bis es im Hirn klick macht, ist es ein extrem komplizierter Weg. Denn ich war gezwungen mal ganz genau hinzuschauen, was eigentlich schief läuft. Das will eigentlich niemand so ganz genau. Offiziell macht (vor allem) Frau doch alles richtig.

Ich habe viele Fehler anfangs gemacht und habe am eigenen Leib gespürt, wie sehr mich diverse Ernährungstechniken gestresst haben. Anfangs war Essen lästig, auf einmal war es Stress. Ich durfte das nicht, jenes nicht, mein Hirn schrie nach Energie, mein Körper war total fertig und vor lauter Hunger konnte ich nicht schlafen. Kein Witz - in meinen Träumen habe ich Muffins mit einem Netz gefangen. Mein Fazit: Diäten sind Mist, Ernährungsumstellung ist doof, ich bin ein totaler Versager. Also, nochmals zurück zu dem Artikel in der Zeitschrift "Ich liebe mich, wie ich bin..."

Treffer - versenkt - willkommen zurück im Hamsterrad.

Gute Infos - schlechte Infos - Motivation

Nach einer Zeit des Rumdümpelns und Ausprobierens hatte ich zwar gute Erfolge, aber danach kam immer wieder ein Rückschlag. Ich war ein wenig verzweifelt, denn Misserfolge konnte ich gar nicht gebrauchen.

So bin ich erstmal zum Arzt und hab einen Basis-Check machen lassen, sprich ein großes Blutbild, wo Hormonwerte, Thema Schilddrüse, auch getestet wurde. Nachdem ich so einen schlauen Artikel im Netz gelesen hatte, hatte ich nämlich insgeheim meiner Schilddrüse die Schuld zugeschoben, warum das mit dem Abnehmen nicht klappt. So! Irgendjemand muss ja Schuld an meinem Versagen sein - und wenn es die Schilddrüse ist.

Die freundlichen Worte meines Arztes: " Sie sind gesund, ihre Werte sind sogar besser als 2 Jahre zuvor! Ihre Schilddrüse ist auch in bester Ordnung - nun die schlechte Nachricht: es gibt keinen medizinischen Grund, der Sie von Ihrem Plan natürlich Abzunehmen abhalten kann. Bleiben Sie dran, dann schaffen Sie ihr Ziel." Dann tätschelte er mir väterlich die Hand, nachdem er mein Gesicht sah, dessen Kinnlade sich mittlerweile auf seinem Schreibtisch befand.

Punkt. Klares Statement. Ich denke, gerade den letzten Satz habe ich für meine Psyche gebraucht: "Bleiben Sie dran, dann schaffen Sie Ihr Ziel."

Und das ist etwas, was ich mit euch gerne teilen will: wer schon angefangen hat Diäten zu machen, Sport macht oder begonnen hat, Ernährungsbücher gewälzt hat - fängt nicht bei Null an! 

Das musste ich mir auch sagen, denn durch mein Nicht-Vorwärts-Kommen war ich total demotiviert. Ich hatte auch keinen Masterplan.

Ich musste mein Wissen neu ordnen, bündeln und mich intensiver mit den Dingen beschäftigen, womit ich gute Erfahrungen gemacht habe.

Irgendwas hatte ich ja wohl richtig gemacht, denn sonst hätten sich meine gesundheitlichen Werte nicht verbessert. Das, fand ich im Nachhinein, war wirklich ein Erfolg. HEUREKA!

So habe ich angefangen alles zu sammeln, was ich wusste: wie viel Kalorien braucht mein Körper tatsächlich täglich? Welche Lebensmittel nehme regelmäßig ich zu mir, die schlecht für mich sind? Welche Alternativen gibt es dazu? Wie steht es mit meinem Hungergefühl?

Wie muss ich meine Sporteinheiten verändern? Was ist zuviel, was kann ich aktiv leisten? usw.

Back on track - ein Körpergefühl wird zum Masterplan

In einem Notizbuch definierte ich meine Ziele neu:

Ich habe für mich festgelegt, dass ich nicht dünn sein möchte. 

Ich will meine Fitness und Kondition steigern und so mein Übergewicht in Muskeln umwandeln, meinen mentalen Stress abbauen und so meinen Körper wieder in eine sportliche Form bringen, die mich gesund hält und glücklich macht. 

Zum ersten Mal kam das Wort Glück vor... ich brachte mein Vorhaben mit Glück und Wohlbefinden in Verbindung - und ich wollte nicht dünn sein.

Allein schon diese Selbsterkenntnis hat mich unglaublich motiviert. Ich fühlte mich auf einmal  wie auf Wolken, irgendwie war jetzt alles klar - und hatte wieder Lust aufs Essen. Lust auf neues gesundes Essen mit ganz viel Spaß und Liebe und Glück.


Food Love is Body Love


Es ist ein mühsamer Weg mein persönliches Ziel zu erreichen und ich sehe mein definiertes Ziel auch als Lebensphilosophie, die mich immer begleiten soll. Denn Body Love endet nicht mit einem erreichten Gewicht auf der Waage.

Ich gehe bewusster in meinen Alltag, auch wenn es stressig ist. Ich bereite mir mein Essen mit Liebe zum Genuss zu und fühle mich nicht nur satt, sondern einfach happy.

Da ist auch mal eine Schoki, ein Muffin und ja... auch mal ein fetter Burger drin. Aber dann geht es wieder zurück auf den Weg, nämlich mit Gemüse, Obst, Salat und Vollkorn. Ich verarbeite nur frische Zutaten und Päckchenware und Fertiggerichte gibt es bei uns im Haus nicht mehr. Wichtig ist, dass man immer wieder zurück zur Basis kommt.

Meine Sporteinheiten sind härter geworden. Ich habe mir einen Trainingsplan zusammengestellt, der Kraft und Ausdauer fördert. Das bringt mich an meine Grenzen. Ich muss Vieles nachholen. Aber das ist gut so. Ich habe das Gefühl, ich schaffe das. Darauf kommt es an. Ich habe gelernt mich sportlich nicht zu überfordern.

Und: ich stehe nicht mehr jeden Tag auf der Waage. Das ist auch wichtig.

Meine Tipps:


1. Gesundheitscheck: lass Dich erstmal von einem guten Arzt durchchecken und ein großes Blutbild machen. Berichte von Deinen Plänen und Erfahrungen beim Abnehmen und besprich dies mit dem Arzt.

2. Zieldefinition: welches Ziel möchtest Du erreichen? Was ist Dir wichtig? Fitness, Gewichtsreduktion? Setze Dich mit realistischen Zielen auseinander. Wenn Du das definiert hast, mach Dir Etappenziele. Nicht jeder Körper ist gleich, plane also diese Dinge zeitlich entsprechend ein.

3. Informiere Dich über das Thema Ernährung und Lebensmittel. Achte beim Einkaufen, auf die Angaben auf den Packungen. Gehe nicht nur nach den Kalorien, sondern schau Dir mal genau an, wie viel Zucker z.B. in Fruchtjogurts drin sind.

4. Mache Sport. Nur mit Ernährung und Bewegung kannst Du erfolgreich Dein Gewicht reduzieren. Nicht erschrecken, wenn Du anfangs zunimmst. Das ist normal, denn Deine Muskeln nehmen zu.

5. Mache Dir einen Wochenplan, was Du essen willst und wie Deine Sporteinheiten unterkriegst. Denke an Dich - es ist sehr wichtig, dass Du Dein Vorhaben durchziehst und in Deinen Alltag einbindest.



Danke an: das junge Mädchen vor mir an der Kasse im Supermarkt vor ein paar Tagen, die super schlank war, aber deren Mittagessen ein Gläschen Babybrei mit Aprikose war. Das hat mich unendlich motiviert, diesen Artikel zu schreiben - Hungert nicht, esst richtig und bleibt gesund.

Sonntag, 14. August 2016

Wie Du Kaffee ganz neu entdecken kannst...


Welches Tier schwimmt in meinem Kaffee?

Lebewohl, Disc-Kaffee!

Sooo - ich habe mich endgültig von meiner Disc-Kaffeemaschine getrennt - besser gesagt, ich habe sie zur Adoption frei gegeben. Sie hat nun ein liebevolles Zuhause bekommen.

Wer mich näher kennt, weiß, dass ich eine sehr emotionale Beziehung zu Kaffee und Tee habe. Kaffee war schon das eine oder andere Mal zu viel des Guten, das gebe ich gerne zu.

Irgendwie hatte ich keine Lust mehr auf einen Disc-Kaffee, den ich zwar gerne mochte, aber mit der Zeit der Geschmack und die Verträglichkeit irgendwie auf der Strecke blieb. Ganz zu Schweigen von dem Thema Umwelt, Preis usw. usf.

Und das Wichtigste ist, dass ich mich nicht mehr festlegen wollte, nicht, wenn es da noch so viel tolle Kaffeesorten zu entdecken gibt, statt Einheitsplörre, die gerne auf den Magen schlägt. Ich habe mir einen guten Espressoautomat gegönnt, wo das Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung ist - sprich, ich habe mich nicht in den Ruin treiben müssen, um ein gutes Gerät zu bekommen.

Es muss nicht immer ein mechanisches Wunder sein

Wer guten Kaffee kochen will, kann auch richtig glücklich mit einer stilvollen Kaffeemühle und einem Espressokocher für den Herd sein. Vorausgesetzt er/sie lernt das richtige Kochen. Das ist Übungs- und Erfahrungssache.

Filtermaschine, Press/Stempel-Kannen (kann ich persönlich sehr empfehlen) sind genauso wunderbar geeignet. Es gibt so viele Möglichkeiten, da muss es nicht immer ein Vollautomat sein.

Gerade im Vollautomaten-Bereich kann man sich vor lauter Technik gar nicht mehr retten und die Anschaffung die da im Raum stehen, ist richtig teuer. Von der Wartung ganz zu Schweigen - und so manch hochpreisiges Modell kann extrem zickig sein. Also, am Besten das Für und Wider abwegen, bevor man den Geldbeutel aufmacht - oder einfach mal den Espressokocher ausprobieren.

Guter Kaffee von der Röstergilde

Selbstverständlich gehört dazu noch die perfekte Bohne. Die Lieblingskaffeesorte. Die habe ich mir bei einer Fachhändlerin besorgt. Und zwar ist dieser direkt aus einer Kaffeerösterei aus Norddeutschland, die der Gilde der Kaffee-Röster angehört *klick*.

Die Händlerin meinte, sie habe viele Kunden, die erstmal in ihrem Sortiment die Fair-Trade- und Bio-Siegel auf der Verpackung suchen. Auf Nachfragen erklärt Sie sehr gerne den Kunden, dass diese Siegel auch Ihren Preis haben - wir zahlen das mit. Es gibt aber sehr guten Qualitätskaffee, der genauso fair und bio ist, der nur diese Siegel nicht hat.

Dafür aber einen strengen Kodex, wie die Deutsche Röstergilde, die nicht ein strenges Auge auf Herkunft und Qualität der Bohnen hat, sondern auch auf die Anbaubedingungen, sprich eben faire Geschichten.

Also, schaut einfach mal nach, ein Blick und ein Vergleich lohnt sich auf alle Fälle. Ich bin umgeschwenkt und kaufe meinen Kaffee nur noch dort.

Verträglichkeit ist eine Frage der Röstung

Warum bekommen manche Leute Magenschmerzen, wenn sie Kaffee trinken? Das hat etwas mit dem Röstverfahren zu tun.

Die Kaffeebohne hat eine Menge natürliche Bitterstoffe, deswegen schmeckt Kaffee auch bitter. Je nach Bohnensorte ist das selbstverständlich stärker oder milder.

Klassische Kaffees, die man aus dem Supermarkt kennt, werden in Großrösterreien in extrem hohen Temperaturen, jedoch nur zwischen 3-9 Minuten geröstet. Das bedeutet, dass manche Bitterstoffe, die sich durch längeres Rösten verflüchtigen können, bei diesen Verfahren gar nicht zum Zuge kommen. Somit bescheren uns diese Bitterstoffe Magenprobleme, wenn wir diese Kaffees trinken.

Kaffee, der bei nicht allzu hohen Temperaturen zwischen 25 - 50 Minuten geröstet wird, kann sein Aroma entfalten und die Bitterstoffe loswerden, die wir nicht vertragen.


Experten vergessen das Wasser bei der Kaffeezubereitung nicht

Selbstverständlich ist die Wasserqualität ein ganz wichtiger Faktor beim Zubereiten von Kaffee. Wer einen hohen Kalkgehalt im Wasser hat, ist mit einem Tischfilter bestens beraten. Ich habe es getestet, es ist wirklich ein absoluter Unterschied im Geschmack.

Manche Kaffeeliebhaber kochen auch das Wasser über einen Wasserkocher vor, um das perfekte Ergebnis zu bekommen.


Kaffee & Gesundheit

Macht Kaffee süchtig?

Ja, das tut er, wenn man es extrem übertreibt - die Bohne hat schließlich das berühmte Koffein intus (wie auch im Schwarz-, Grün-, Matetee, Colagetränke und manche Abnehmprodukte, meist in pillierter Form, wo Guarana enthalten ist).

200 mg täglich und man kann davon süchtig werden. Eine höhere Dosis und man kann in einen Koffein-Rausch fallen, wo man meint, man könnte an der Decke spazieren gehen; es kommt zu üblen Vergiftungserscheinungen und am Ende kann man auch noch einen Herzinfarkt bekommen - auch als junger, kerngesunder Mensch. Koffein ist eine Droge - punkt.

Kaffee entzieht dem Körper auch Wasser - deswegen gibt es in guten Kaffeehäusern immer noch ein kleines Gläschen Wasser gratis dazu. Leider ist dieser Service in Deutschland extrem selten. Geht man nach Österreich oder die Schweiz, ist das Standard in jedem Kaffeehaus.

Wann lieber keinen Kaffee trinken?

Koffein wirkt aufputschend - nennt sich auch psychoaktive Stimulanz.

Wenn man mit Unruhe, Depressionen und Stress zu kämpfen hat, sollte man vorerst auf Kaffee verzichten. Genauso wenn man einen empfindlichen Magen hat.

1-2 Tassen am Tag sind absolut ok.

Stressige Zeit im Büro? Dann wirklich an diesem Tag die Kaffeemaschine mal auslassen, auch den Schwarztee im Schrank lassen und auf Wasser und Kräutertee umschalten. Das ist das beste Rezept und beugt Überreizung vor.

Schwangerschaft & Stillzeit. Schwangere und stillende Frauen sollten auf koffeinhaltige Getränke/ Lebensmittel grundsätzlich verzichten. Denn den Föten und Säuglingen fehlt das Enzym zum Koffeinabbau und das Risiko einer Fehlgeburt ist vorprogrammiert.

Positive Wirkweisen von Kaffee

Forscher haben herausgefunden, dass der Genuß von  Kaffee das Risiko von Hautkrebs reduziert. Hierbei wurden mit menschlichen Hautzellen mit Koffein behandelt.
Ebenso hat die Forschung herausgefunden, dass die Gesamtheit der Wirkstoffe des Kaffees das Parkinson- und Diabetesrisiko reduzieren.

Der Wirkstoff Koffein wird gerne in Anti-Cellulite-Cremes verwendet.

Manche Hausrezepte empfehlen auch Kaffeesatz auf die ungewünschten Dellen aufzutragen und einzumassieren. Nach 20 min sollte dies dann abgewaschen werden. Ob es hilft - keine Ahnung.

Weniger ist mehr - Kaffee-Mantra

Kaffee soll Genuss sein - es soll den persönlichen Stress nicht fördern, sondern dem Körper signalisieren:

Jetzt genieße ich meine Ruhe und feiere dies mit einem fantastischen Kaffee. Ich habe mir eine Auszeit verdient und ergebe mich ganz in den Geschmack. Ich atme das Aroma mit geschlossenen Augen und schmecke mit allen Sinnen.

Wer achtsam den Genuss schätzen lernt, schätzt die Vielfalt guter Kaffeesorten.

Dann gibt es halt nur eine Tasse pro Tag - die aber dann richtig. Macht doch nichts, hauptsache, es geht Dir gut danach.

Und? Schon Lust auf eine gute, aromatische Tasse Kaffee bekommen?