Sonntag, 14. August 2016

Wie Du Kaffee ganz neu entdecken kannst...


Welches Tier schwimmt in meinem Kaffee?

Lebewohl, Disc-Kaffee!

Sooo - ich habe mich endgültig von meiner Disc-Kaffeemaschine getrennt - besser gesagt, ich habe sie zur Adoption frei gegeben. Sie hat nun ein liebevolles Zuhause bekommen.

Wer mich näher kennt, weiß, dass ich eine sehr emotionale Beziehung zu Kaffee und Tee habe. Kaffee war schon das eine oder andere Mal zu viel des Guten, das gebe ich gerne zu.

Irgendwie hatte ich keine Lust mehr auf einen Disc-Kaffee, den ich zwar gerne mochte, aber mit der Zeit der Geschmack und die Verträglichkeit irgendwie auf der Strecke blieb. Ganz zu Schweigen von dem Thema Umwelt, Preis usw. usf.

Und das Wichtigste ist, dass ich mich nicht mehr festlegen wollte, nicht, wenn es da noch so viel tolle Kaffeesorten zu entdecken gibt, statt Einheitsplörre, die gerne auf den Magen schlägt. Ich habe mir einen guten Espressoautomat gegönnt, wo das Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung ist - sprich, ich habe mich nicht in den Ruin treiben müssen, um ein gutes Gerät zu bekommen.

Es muss nicht immer ein mechanisches Wunder sein

Wer guten Kaffee kochen will, kann auch richtig glücklich mit einer stilvollen Kaffeemühle und einem Espressokocher für den Herd sein. Vorausgesetzt er/sie lernt das richtige Kochen. Das ist Übungs- und Erfahrungssache.

Filtermaschine, Press/Stempel-Kannen (kann ich persönlich sehr empfehlen) sind genauso wunderbar geeignet. Es gibt so viele Möglichkeiten, da muss es nicht immer ein Vollautomat sein.

Gerade im Vollautomaten-Bereich kann man sich vor lauter Technik gar nicht mehr retten und die Anschaffung die da im Raum stehen, ist richtig teuer. Von der Wartung ganz zu Schweigen - und so manch hochpreisiges Modell kann extrem zickig sein. Also, am Besten das Für und Wider abwegen, bevor man den Geldbeutel aufmacht - oder einfach mal den Espressokocher ausprobieren.

Guter Kaffee von der Röstergilde

Selbstverständlich gehört dazu noch die perfekte Bohne. Die Lieblingskaffeesorte. Die habe ich mir bei einer Fachhändlerin besorgt. Und zwar ist dieser direkt aus einer Kaffeerösterei aus Norddeutschland, die der Gilde der Kaffee-Röster angehört *klick*.

Die Händlerin meinte, sie habe viele Kunden, die erstmal in ihrem Sortiment die Fair-Trade- und Bio-Siegel auf der Verpackung suchen. Auf Nachfragen erklärt Sie sehr gerne den Kunden, dass diese Siegel auch Ihren Preis haben - wir zahlen das mit. Es gibt aber sehr guten Qualitätskaffee, der genauso fair und bio ist, der nur diese Siegel nicht hat.

Dafür aber einen strengen Kodex, wie die Deutsche Röstergilde, die nicht ein strenges Auge auf Herkunft und Qualität der Bohnen hat, sondern auch auf die Anbaubedingungen, sprich eben faire Geschichten.

Also, schaut einfach mal nach, ein Blick und ein Vergleich lohnt sich auf alle Fälle. Ich bin umgeschwenkt und kaufe meinen Kaffee nur noch dort.

Verträglichkeit ist eine Frage der Röstung

Warum bekommen manche Leute Magenschmerzen, wenn sie Kaffee trinken? Das hat etwas mit dem Röstverfahren zu tun.

Die Kaffeebohne hat eine Menge natürliche Bitterstoffe, deswegen schmeckt Kaffee auch bitter. Je nach Bohnensorte ist das selbstverständlich stärker oder milder.

Klassische Kaffees, die man aus dem Supermarkt kennt, werden in Großrösterreien in extrem hohen Temperaturen, jedoch nur zwischen 3-9 Minuten geröstet. Das bedeutet, dass manche Bitterstoffe, die sich durch längeres Rösten verflüchtigen können, bei diesen Verfahren gar nicht zum Zuge kommen. Somit bescheren uns diese Bitterstoffe Magenprobleme, wenn wir diese Kaffees trinken.

Kaffee, der bei nicht allzu hohen Temperaturen zwischen 25 - 50 Minuten geröstet wird, kann sein Aroma entfalten und die Bitterstoffe loswerden, die wir nicht vertragen.


Experten vergessen das Wasser bei der Kaffeezubereitung nicht

Selbstverständlich ist die Wasserqualität ein ganz wichtiger Faktor beim Zubereiten von Kaffee. Wer einen hohen Kalkgehalt im Wasser hat, ist mit einem Tischfilter bestens beraten. Ich habe es getestet, es ist wirklich ein absoluter Unterschied im Geschmack.

Manche Kaffeeliebhaber kochen auch das Wasser über einen Wasserkocher vor, um das perfekte Ergebnis zu bekommen.


Kaffee & Gesundheit

Macht Kaffee süchtig?

Ja, das tut er, wenn man es extrem übertreibt - die Bohne hat schließlich das berühmte Koffein intus (wie auch im Schwarz-, Grün-, Matetee, Colagetränke und manche Abnehmprodukte, meist in pillierter Form, wo Guarana enthalten ist).

200 mg täglich und man kann davon süchtig werden. Eine höhere Dosis und man kann in einen Koffein-Rausch fallen, wo man meint, man könnte an der Decke spazieren gehen; es kommt zu üblen Vergiftungserscheinungen und am Ende kann man auch noch einen Herzinfarkt bekommen - auch als junger, kerngesunder Mensch. Koffein ist eine Droge - punkt.

Kaffee entzieht dem Körper auch Wasser - deswegen gibt es in guten Kaffeehäusern immer noch ein kleines Gläschen Wasser gratis dazu. Leider ist dieser Service in Deutschland extrem selten. Geht man nach Österreich oder die Schweiz, ist das Standard in jedem Kaffeehaus.

Wann lieber keinen Kaffee trinken?

Koffein wirkt aufputschend - nennt sich auch psychoaktive Stimulanz.

Wenn man mit Unruhe, Depressionen und Stress zu kämpfen hat, sollte man vorerst auf Kaffee verzichten. Genauso wenn man einen empfindlichen Magen hat.

1-2 Tassen am Tag sind absolut ok.

Stressige Zeit im Büro? Dann wirklich an diesem Tag die Kaffeemaschine mal auslassen, auch den Schwarztee im Schrank lassen und auf Wasser und Kräutertee umschalten. Das ist das beste Rezept und beugt Überreizung vor.

Schwangerschaft & Stillzeit. Schwangere und stillende Frauen sollten auf koffeinhaltige Getränke/ Lebensmittel grundsätzlich verzichten. Denn den Föten und Säuglingen fehlt das Enzym zum Koffeinabbau und das Risiko einer Fehlgeburt ist vorprogrammiert.

Positive Wirkweisen von Kaffee

Forscher haben herausgefunden, dass der Genuß von  Kaffee das Risiko von Hautkrebs reduziert. Hierbei wurden mit menschlichen Hautzellen mit Koffein behandelt.
Ebenso hat die Forschung herausgefunden, dass die Gesamtheit der Wirkstoffe des Kaffees das Parkinson- und Diabetesrisiko reduzieren.

Der Wirkstoff Koffein wird gerne in Anti-Cellulite-Cremes verwendet.

Manche Hausrezepte empfehlen auch Kaffeesatz auf die ungewünschten Dellen aufzutragen und einzumassieren. Nach 20 min sollte dies dann abgewaschen werden. Ob es hilft - keine Ahnung.

Weniger ist mehr - Kaffee-Mantra

Kaffee soll Genuss sein - es soll den persönlichen Stress nicht fördern, sondern dem Körper signalisieren:

Jetzt genieße ich meine Ruhe und feiere dies mit einem fantastischen Kaffee. Ich habe mir eine Auszeit verdient und ergebe mich ganz in den Geschmack. Ich atme das Aroma mit geschlossenen Augen und schmecke mit allen Sinnen.

Wer achtsam den Genuss schätzen lernt, schätzt die Vielfalt guter Kaffeesorten.

Dann gibt es halt nur eine Tasse pro Tag - die aber dann richtig. Macht doch nichts, hauptsache, es geht Dir gut danach.

Und? Schon Lust auf eine gute, aromatische Tasse Kaffee bekommen?


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