Samstag, 22. Oktober 2016

Reisetipp Japan: Im Kimono durch die Stadt Kyoto


Ein echter Sommer Kimono.
Man beachte die wundervolle Stickerei auf dem Obi.

Reisetipp für Zeitreisende


Wer nach Japan zum ersten Mal reist, sollte in Kyoto beginnen. Dort spiegelt sich der Geist und die Traditionen Japans in allen Ecken wider. Es ist eine wundervolle historische Stadt, die überall unglaubliche Überraschungen bereit hält.

So kann man als Tourist eine Zeitreise machen und sich ganz wie in der Edo-Periode fühlen und die Stadt im Kimono erkunden. Es gibt sogenannte Kimono Rental Stations, die nahe an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind, wo Er und Sie sich traditionell einkleiden lassen können.

Ein Paket enthält Kimono, Obi (Gürtel), Damentäschen, Tabi-Socken und natürlich die traditionellen japanischen Holzschuhe. Inklusive ist natürlich der Dressing-Service - den man dringend braucht, denn alleine kann man(n)/frau sich schlecht anziehen.

Herren wie Damen haben hierfür die Qual der Wahl zwischen 100 - 300 und mehr Kimonos, je nachdem welche Rental Station besucht wird.  Für einen kleinen Aufpreis gibt es für die Damen noch ein hübsches Hairstyling mit klassischer Haarnadel oder etwas frecher, moderner mit Blume.

Wenn frau lieber sich typbedingt stylen will, gibt es ebenfalls Abhilfe, denn es gibt bereits vorgefertigte Styles, die man sofort übernehmen kann:

- Cute 
- Cool 
- Traditional 
- Elegant

Mietdauer ist von morgens 9:00 Uhr bis abends 20:00 Uhr. Man kann den Kimono entweder in der Rental Station wieder ausziehen und abgeben oder in seinem Hotel einfach an die Rezeption legen, wo er dann von dem Rental Personal abgeholt wird.

Kosten für einen Tag im Kimono ca. 3.000 JPY - 5.000 JPY + 500 JPY Hairstyling
(26 - 45 EUR + 5 EUR Hairstyling)

Voranmeldung wäre natürlich nicht schlecht, denn es kann sein, dass man in eine Art Rush Hour reinkommt, wenn gerade ein ganzer Reisebus gestylt wird. Das ist übrigens auch der Grund, warum diese Rental Stations sehr viel Personal haben. Es will ja jeder gut aussehen und das in Rekordzeit.

Erinnerungen mal ganz anders teilen

Ich habe viele junge Leute dort gesehen, die sich einkleiden haben lassen. Wenn man durch die Stadt läuft, sieht das schon richtig toll aus. Manchmal muss man schon ein bisschen aufpassen, wenn man Gruppen begegnet, die sich ganz auf Ihre Selfie-Sticks konzentrieren.

   




Ein Taxifahrer meinte zu mir, dass er es schade findet, dass die Touristen nur diese billigen "Immitate" tragen. Echte Kimonos sind doch am Schönsten.  

Recht hat er... siehe das erste Bild oben. Aber schön fand ich die Immitate auch. 

Übrigens freuen sich die Japaner, wenn man sich in traditioneller japanischer Kleidung versucht - man sollte jedoch wirklich zu einem Profi vorher gehen. 

Angst davor ausgelacht zu werden, braucht man nicht. Im Gegenteil.

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