Mittwoch, 4. Januar 2017

Weihnachtsbaum Upcycling


So, das war es also schon wieder. Weihnachten ist vorbei und die gute alte Nordmann Tanne geht in die Entsorgung. Wehmut macht sich breit, denn es war ja so ein schöner Baum.

Aber dennoch wird er entsorgt. Meist auch mit den Vorsätzen die am 1. Januar noch galten und jetzt nicht mehr vorhanden sind.

Wer schlau ist, greift nochmals vor dem Entsorgen zu. Denn die Tannennadeln und die feinen Äste sind perfektes Räucherwerk-Material. Einfacher geht es nämlich wirklich nicht. Schließlich hat man den Baum schon im Haus stehen.

Und am Ende zollt man dem Weihnachtsbaum auch seinen Respekt, wenn er schon für uns leiden musste. 

Frischer Wind in 2017 mit Räucherwerk vom Tannenbaum

Die Tanne ist der Baum der Wiedergeburt, der Lichtbaum. Deswegen haben wir die Tanne als Weihnachtsbaum. Dieser Brauch ist noch aus der vorchristlichen Zeit. Es war Brauch an der Wintersonnenwende eine Tanne mit Äpfeln, Früchten und Nüssen zu schmücken, um die Fruchtbarkeit von Mensch, Tier und Natur im neuen Jahr zu fördern. 

Die Tanne wird in der Naturmedizin gerne bei Bronchitis und Lungenleiden eingesetzt. Ein Bad mit dem ätherischen Öl der Tanne hilft bei Erkältungen wunderbar. 

So steht die Tanne nicht nur für Wiedergeburt, sondern auch für körperliche und geistige Erneuerung. Die Essenz der Tanne spricht die Intuition und Kreativität an.

Da die Tanne eine ständig wiederkehrende Energie in sich trägt, hat sie eine wunderbar reinigende Essenz, die die Konzentration und Motivation fördert.

Zum Start in das neue Jahr möchte ich mit euch ein neues reinigendes Räucherwerk herstellen, was euch den richtigen Turbo-Start im Januar ermöglicht.

So geht´s:

Mit einer guten Gartenschere ein paar Zweige vom Tannenbaum abknipsen, je nach Bedarf.

Herbalists Tradition:
Grundsätzlich bedankt man sich immer im Stillen bei der gebenden Pflanze/dem Baum.

Für die Räucherung verwenden wir die Äste und auch die Nadeln, aber wir werden sie separat aufbewahren, damit wir später diese Ingredienzien auch für Mischungen separat nutzen können. 

Die Tannennadeln von den Ästen trennen und in 2 separate Schüsseln geben. 

Dann ein Tablett mit einem textilen Küchentuch (Baumwoll, einfacher Nesselstoff) belegen und dann die Nadeln zum Trocknen ausbreiten, so dass sie gut trocknen können. 

2- 4 Tage trocknen lassen an einem dunklen, kühlen Ort (Keller).

Dasselbe gilt für die Äste, die klein geschnittenen werden. Beim Schneiden wirst Du sofort merken, wie das ätherische Öl der Tanne zutage kommt. Ein wunderbarer Duft.

Da es sich bei den Ästchen um Hölzer handelt, müssen diese selbstverständlich länger trocknen. Fast bis zu 2 Wochen.

Danach kannst Du die Nadeln entweder mit dem Messer grob zerkleinern (nachdem die Nadel so trocken sind, ist das ein sehr einfach Job) oder fein im Mörser zerstampfen.

Lagern kannst Du das Ganze in kleinen Gläschen, am besten in Braunglas, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Immer dunkel, trocken und kühl lagern. Dann hast Du lange was davon.

Probiere es einfach aus!

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