Sonntag, 17. Juni 2018

Rosenfreude

Meine Ramblerrose (dunkel) ist nun im 9. Jahr und blüht groß und üppig wie nie Zuvor. Meine Strauchrosen (White Lion) lassen stehen auch nicht hinten an und so habe ich heute ein ganzes Rosenmeer nur für mich.

Und der Duft... was sag ich euch... Bilder sagen mehr als tausend Worte, oder nicht?








Freitag, 8. Juni 2018

Medicine - ein Song für alle Kräuterfans

Endlich mal ein Song für Herbalisten ! Lehnt euch zurück und genießt den Sound.


Die Mädels heißen Rising Appalachia und hier ist deren Website *klick*


Donnerstag, 31. Mai 2018

Willkommen im Blütenparadies - Mainau im Mai 2018


Der schönste Weg zur Blumeninsel: mit der Fähre ab von Meersburg. Hier sieht man das Meersburger Schloss, wo Annette von Droste-Hülshoff wohnte.

Wer die Insel Mainau am Bodensee bereits kennt, dem muss ich nichts dazu erzählen. Die Leute, die diesen Ort noch nicht kennen, hier ein kleiner Exkurs mit meinen Worten:  

Die Insel Mainau ist ein botanisches Museum, dessen Karriere im Jahre 1853 begann, als Großherzog Friedrich I. diese Insel erwarb. Durch das besondere Bodenseeklima gediehen dort allerei Pflanzen, die man sonst in Deutschland nicht ziehen konnte. So wurde aus der Insel erstmal eine Hofgärtnerei, die über die Jahrzehnte hinweg sich immer mehr mauserte und am Ende viele Exoten beherbergte. Dort findet man Mammutbäume und weitere tropische Bäume. Desweiteren Blumen und Blütenpracht je nach Saison in einer magischen Fülle. Ein Heer von Gärtnern bewirtschaftet diese Insel, welche noch in royaler Hand ist und sich zu einem kleinen Paradies entwickelte. Deswegen nennt man sie auch Blumeninsel. 

Für Pflanzenliebhaber ist es ein toller Ort zum Inspiration sammeln. Und hier ein paar Impressionen meines Inselbesuches:












 

Samstag, 12. Mai 2018

Es wird mörderisch!


Dieses Buch sprang mir durch Zufall in die Hände und ich als ich anfing zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören.

Dieses Pflanzenbuch der besonderen Art möchte ich euch heute ans Herz legen und meiner Meinung nach ist es das unterhaltsamste, mörderischste Kompendium über die dunkle Seite der Botanik.


Gemeine Gewächse  - Das A bis Z der Pflanzen,
die morden, verstümmeln, berauschen und uns anderweitig ärgern


von Amy Stewart, Piper Verlag

Ich will euch gar nicht den Lesespaß nehmen, denn Amy schreibt einfach unglaublich unterhaltsam. Sie gibt uns eine kleine Kostprobe an Geschichten und (historischen) Hintergründen, warum die Verwendung von Pflanzen manchmal extrem schief gehen kann.

Und dass sogar in unserem Wohnzimmer der Tod lauern kann - wobei der Weihnachtsstern hierbei noch der harmloseste aller Vertreter ist. Da gibt es ganz andere Kaliber, die wir seit Jahren hegen und pflegen und die uns so furchtbar harmlos vorkommen. Falsch gedacht!

Warum wurden Hungersnöte zur Totalkatastrophe durch falsches Zubereiten von Mais?

Wann warst Du zu letzt auf einer Party und hast einen Cocktail geschlürft? Gab es auf dem Frühlingsfest eine Mai-Bowle mit Waldmeister? Uiuiui...

Was geschah mit dem Römer, der angeblich eine Frau zu viel hatte und nach einem Streit und einem Nachtmahl im Jenseits wieder erwachte?

Welcher Baum hat so ein hohes Giftkonzentrat, dass eine zu neugierige Touristin dem Tod nur knapp entrann, als sie in ihrer puren Verzweiflung nach dem Verzehr einer Beere des Baumes einen Pina Colada kippte.

Was sind eigentlich Ordalgifte und welche Pflanzen wurden verwendet?

Warum sollte man sich niemals absichtlich in die Nesseln setzen - außer man hat Rheuma. 

Welche Pflanzen sind voll geladen und schussbereit?

Was lauert so beschaulich und schön in unserem Garten als würde es kein Wässerchen trüben können?

Welche Pflanzen sind derart asozial, dass sie alles um sich herum vernichten?

Amy schreibt über die Dunkle Botanik mit viel schwarzem Humor. Das Buch ist lehrreich, lesenswert und ein perfektes Mitbringsel für alle Pflanzenliebhaber.

Es ist weniger wissenschaftlich, klärt aber gut auf und zu jeder Kategorie gibt es entsprechende Geschichten, die einen lehren - die Welt der Pflanzen hat immer zwei Seiten

Sonntag, 6. Mai 2018

Frühlingsfit in 2018


Was haben wir doch für ein Glück mit dem Wetter gehabt?! Der April war uns sehr freundlich gestimmt und hat uns warme, trockene Tage beschert. 

Nix wie raus in den Garten. Nachdem ich mir wochenlang bei Mistwetter die Nase an der Scheibe plattgedrückt habe.

Aber! Noch sind die Eisheiligen nicht vorbei - ein bisserl Geduld müssen wir noch haben ...  aber fleißig waren wir trotzdem.

Unser Kräutergarten brauchte nämlich ein Update. Mittlerweile sind die Holzkästen zum Teil schon sehr verwittert und es war uns klar, dass wir diese in diesem Jahr erneuern müssen. 

Selbst ich die Kräuterhexe! Ab in den Baumarkt und unbehandeltes Holz gekauft - den Akkuschrauber aufgeladen und losgeschraubt. Geht einfach, kriegt jeder zusammen, sprich, ich also auch.




Endlich sieht das Ganze wieder gut aus. Und das unbehandelte Fichtenholz riecht einfach umwerfend. Ich gebe zu, wenn man immer wieder Erneuern muss, nervt das, aber immerhin haben die Vorgängerparzellen über 7 Jahre gehalten. Und alle musste ich auch nicht austauschen. Also beschwere ich mich da überhaupt nicht.



Extrem ätzend allerdings ist die Sache mit unserem Gewächshaus, dass jetzt nur noch ein halbes Dach hat. Der letzte heftige Sturm hat leider zu dieser "Enthauptung" beigetragen. Da wir am Dorfrand leben, sind wir oft den Stürmen schutzlos ausgesetzt und dies ist schon Gewächshaus No. 2. Wirklich nervig. Wir haben beschlossen es abzubauen und dann ein Saison-Gartenhaus aus Folie zu bauen. Die Plexiglasscheiben können wir künftig für Frühbeete super weiterverwenden. Aber der Rest wird entsorgt. Wirklich schade, denn ich mochte das Häuschen sehr.



Mein Salbei liebt das Currykraut. Der Salbei wächst gerade um das Kraut herum. Muss wohl die große Liebe sein.



Die kleinen Pflänzchen sind Ringelblumen-Babies. Ja, die vermehren sich ganz von allein, das ist ja das Schöne an den Ringelblumen. Ich freue mich schon, wenn sie blühen.


Mein ältester und treuster Begleiter in meinem Kräutergarten ist mein Karpaten-Thymian. Er ist unverwüstlich und liefert nicht nur wunderschöne Blüten, sondern ist auch mein Favorit unter den Würzpflanzen.



Sagte ich nicht, der Frauenmantel hat einen Rückschnitt bekommen? Ja, hat er ... vor 2 Wochen. Ich denke, ich muss nichts mehr dazu sagen, denn er ist und bleibt einfach unglaublich eifrig in seinem Wuchs.


Hänge-Rosmarin und nochmal Currykraut zusammen mit einer frechen Erdbeere, die den Winter getrotzt hat, haben wir unser "Naschregal" wieder aufgerüstet. Es werden sicher noch die einen oder anderen Erdbeeren dazukommen. Links im Topf kämpft sich schon die Schwertlilie nach oben. 

Und? Warst Du auch schon fleißig? Erzähl mal!

Sonntag, 29. April 2018

Ein Schnecken-Post

Wozu sind Schnecken eigentlich nütze? Hier ein Post zur Verteidigung der Schnecke!


Das Haus der Schnecke besteht aus Kalk. Manche Schnecken können nach dem Zurückziehen in das Schneckenhaus den Eingang mit einem Schalendeckel verschließen, um sich vor Austrocknung, Feinden oder eindringendes Wasser zu schützen. Somit können Schnecken im Haus auch perfekt überwintern. Deckel drauf und gut ist.



Die Windungsrichtung der Schneckenschale ist bei jeder Art unterschiedlich. Die meisten Schnecken haben jedoch eine Rechtswindung. Wenn ein Tier von dieser Norm abweicht, wird von einem Schneckenkönig gesprochen.


Die älteste Schnecke der Welt war eine Weinbergschnecke mit 30 Jahren, laut dem NABU,  Niedersachsen. Sie lebte jedoch in einem Terrarium. 

Grundsätzlich können Schnecken in freier Wildbahn bis zu 10 Jahre alt werden. Aber die meisten erreichen keine 2 Jahre - ich muss ja nicht sagen, warum.

Leeres Gehäuse? Jemand zuhause?

Nein, leider nicht mehr. Schnecken mit Haus können es fleißig auf dem Rücken transportieren, jedoch können Sie nicht einfach so die Wohnungstür abschließen und einen drauf machen. Findest Du ein leeres Schneckenhaus, ist die Schnecke gestorben. Das Haus bleibt zurück.

Wenn Du auf der Suche nach leeren Schneckenhäusern bist, suche unter einem Baum. Viele Vögel futtern Schnecken für ihr Leben gern (ha, Wortspiel). Sie holen sich den Leckerbissen aus dem Haus und verspeisen ihn. Das Haus fällt dann auf den Boden. Schau mal nach... 

Nützling oder Schädling?


Wer kennt sie nicht im Garten -  die spanische Wegschnecke. In Horden findet man sie im morgendlichen Gras. Eine Nacktschnecke, die sich an unserem Salat, Sonnenblumen und Lieblingspflanzen zu schaffen macht. Sie frisst alles kahl. 

Da fragt man sich schon, wie die nur Nützlinge sein können?!

Hier weiß der NABU wieder Antwort - hier ein Auszug aus dem tollen Post-: 
  • Schnecken sind am Abbau organischer Substanz beteiligt und sorgen dafür dass Blätter, Pilze, Holz und andere Stoffe wieder zu Erde werden.
  • Schnecken sind Nahrung für viele Tiere, die Weichkörper und deren Schale fressen, z.B. viele Singvögel.
  • Das Glühwürmchen und der Schneckenkäfer ernähren sich nur von Schnecken.
  • Schnecken tragen zur Bestäubung und Samenverbreitung bei. 
  • Schnecken helfen auch Pilze zu verbreiten, z.B. der Baumschnegel schleppt die Pilzsporen in den Baum.
  • Die leeren Schneckenhäuser dienen wiederum anderen Tieren als Unterschlupf und Heimstatt.
hier der gesamte Schneckenartikel des NABU +klick+

Keine Schnecken in meinem Garten! Oder doch?


Was hilft aber jetzt gegen Schnecken? Was sind die besten Mittel ohne das Schneckenkorn zum Einsatz kommt?

Da scheiden sich die Geister - die besten und tierfreundlichsten Arten den Schnecken Herr bzw. Frau zu werden ist:

  • Absammeln der Schnecken
  • Schneckenzaun aus Kupfer
  • Schneckenkragen für die Pflanzen
  • Lebendfallen 

Für Verzweifelte, die immer noch "nett" zum Schneck sein wollen: Miete Dir ein paar Laufenten. Es gibt tatsächlich Entenzüchter, die ihre Laufenten stundenweise ausleihen, um lästige Schnecken wegzufuttern. Schau mal im Internet nach.

Welches ist Dein Geheimrezept gegen Schnecken im Garten? Ich bin gespannt.