Sonntag, 16. September 2018

Sunshine Love - Seife mit Ringelblume und Orange



Feine Handseife ist sehr einfach selbst herzustellen. Im Hobbybedarf gibt es mittlerweile praktische Basiszutaten, die Seifenherstellung zum Kinderspiel machen.

Ich habe mir besorgt:

- Kreativ Basisseife
- Emulgator
- Gelbe Seifenfarbe

Das hatte ich bereits im Haus:

- 100 % ätherisches Öl Orange
- Ringelblumen
- Seifenform


Meine Ringelblumen blühen in üppiger Fülle und dieses Jahr dachte ich, ich wage mich mal an die Seifenherstellung.


Zur Seifenherstellung ernte ich die Blütenköpfe.


Ich pflücke die Blüten auseinander und zerkleinere sie dann im Mixer, so dass es kleine feine Blütenteilchen ergibt.



Bei der Seifenherstellung halte ich mich an die Angaben des Herstellers der Kreativseife.  Das kann entsprechend dem Hersteller unteschiedlich sein.

Nachdem die Basisseife im Wasserbad geschmolzen ist, gebe ich den Emulgator dazu und färbe die Masse mit der Seifenfarbe ein. Ich achte darauf, dass die Gesamttemperatur 60°C nicht überschreitet.

Dann gebe ich die Blüten dazu und ein paar wenige Tropfen des ätherischen Öls. Dann vermenge ich alles gut und gieße es in die Seifenformen.

Je nach Eigenschaften der Kreativseife lasse ich die Seife aushärten und hole sie danach vorsichtig aus der Form.

Als Seifenformen kann ich Silikonformen sehr empfehlen. Sie sind leicht zu reinigen und die Seife löst sich ohne Mühe aus der Form.

Versuch es doch auch mal. Es macht sehr viel Spaß.

Sonntag, 2. September 2018

Der Apfel-Tonka-Bienenstich - süßer Knusperspaß

Der Spätsommer stellt sich ein. Nach einem sehr heißen Sommer haben wir wieder Temperaturen, die uns Nachts nicht den Schlaf rauben. Ehrlich gesagt, fängt jetzt erst so richtig meine Lieblingsjahreszeit an.

Gerade ist Apfelzeit und ich liebe Apfelkuchen jeglicher Art. Und als ich mir die LANDIDEE 9-10/2018 durchblätterte, stach mir ein fantastisches Rezept von Maria Strohmayer (Magazin Seite 58) ins Auge. Ich bin niemand, der copy-paste von Rezepten macht, aber dieses Schätzchen lohnt sich geteilt zu werden - danke an Maria Strohmayer (unbekannterweise), Dein Rezept ist Bombe.



Ich wäre natürlich nicht ich, wenn mir nicht sofort eine verrückte Modifikation des Rezeptes einfallen würde:

Apfel-Tonka-Bienenstich


Du brauchst:

  • eine Springform Durchmesser 25-26 cm
    eine Pfanne 
  • Rührschüssel
  • 2 kleine Schüsselchen 
  • Handrührgerät (und/oder Schneebesen mit motiviertem Freund/Ehemann dran, der mal wieder Training braucht)
  • 2 Eier
  • 250 g Butter  (125 g für den Teig/ 125 g für den Bienenstich)
  • 200 g Mehl (nach Wahl)
  • 280 g Zucker (130 g für den Teig/ 150 g für den Bienenstich
  •   1 TL Backpulver
  •   1 Päckchen Vanillezucker
  • 1/2 TL geriebene Tonkabohne 
  • 1/2 Zitrone 
  • 4-5 große feste Äpfel
  • 150 g Mandelblättchen

Die Mengenangaben weichen vom Originalrezept etwas ab. Nach 2x probebacken kann ich euch diese Mengen ans Herz legen.

So geht´s:

Der Teig


Springform gut fetten. Die Eier trennen.  Die Zitrone auspressen und Saft auffangen.

125 g Butter in einem Töpfchen auf kleiner Flamme zerlassen, dann in eine Rührschüssel geben. 130 g Zucker und die Eigelbe hinzufügen, miteinander vermengen. Danach dann den Zitronensaft hinzugeben, so dass eine cremige Masse entsteht. Kurz ruhen lassen.

Währenddessen Mehl und Backpulver in der kleinen Schüssel miteinander vermengen. Das Eiklar zu Schnee schlagen. Die Mehlmischung dann in die Rührschüssel zu der Butter-Zucker-Ei Mischung hinzugeben, kurz miteinander vermengen und dann den Eischnee hinzugeben. Alles gut durchrühren bis ein cremiger, zähflüsser Teig entsteht.

Den Teig in die gefette Springform füllen und gut auf dem Boden verteilen. 

Den Backofen auf 175 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Das ist dann auch später die Backtemperatur.

Die Äpfel nun waschen, schälen, entkernen und in Viertel schneiden. Dabei jedes Viertel nochmals halbieren, dass die Apfelstücke nicht zu groß werden.

Dann die Apfelstücke auf den Teig in der Springform legen. 

Ab in den Ofen für 30 min bei 175° C.




Der Bienenstich


Hierbei kommt die Pfanne ins Spiel. Aber zuerst mische 150 g Zucker mit der geriebenen Tonkabohne. Dann gib die Mandelblättchen hinzu und vermische alles miteinander gut.

Nimm 125 g Butter und lass sie auf kleiner Flamme in der Pfanne schmelzen. Jetzt musst Du gut aufpassen.

Sobald die Butter geschmolzen ist, erhöhst Du die Temperatur etwas und gibst die Zucker-Mandel-Mischung in die Pfanne. Der Zucker karamellisiert die Mandelblättchen, um also einen Bienenstich für den Kuchen herzustellen, solltest Du an der Pfanne bleiben und immer wieder rühren, bis die ersten Mandelblättchen einen leicht gold-braunen Schimmer bekommen. Dann vom Herd nehmen und auf den Kuchen warten.

Vorerst sollten die Mandelblättchen nur leicht angeröstet werden. Der Rest macht dann später der Backhofen.

Das Finale

 Den vorgebackenen Apfelkuchen nach den ersten 30 min aus dem Ofen nehmen. Dann den Bienenstich auf den Äpfeln verteilen, bis alles bedeckt ist.

Dann wieder 30 min bei 175°C weiterbacken. Und immer wieder mal reinschauen, nicht dass der Bienenstich anbrennt.

Dann gut auskühlen lassen - und schon mal Schlagsahne bereit stellen. Denn ein guter Bienenstich schmeckt noch leckerer mit einem fetten Klecks Sahne.


Mein Tipp zur Tonkabohne:
wer keine Tonkabohne, bei sich im Haus hat, kann auch schon fertigen Tonka-Vanillezucker kaufen. Der ist nicht schlecht, enthält aber nur wenig Tonkabohne. Wenn Du mehr möchtest, dann solltest Du Dir Tonkabohnen kaufen. Selbstverständlich schmeckt der Kuchen auch ohne, wenn Du gar nichts im Haus haben solltest. 

Viel Spaß beim Backen und Genießen!

Samstag, 23. Juni 2018

Meine kleine Lavendel-Sammlung

Wenn Du Lavendel hörst, siehst Du sicher vor Deinem geistigen Auge diese wunderbaren blau-lilafarbenen Felder in der Provence, die ein Meer von Lavendelblüten tragen. Ein richtiger Augenschmaus.

Dabei ist nicht jeder Lavendel auch gleich blau-lila. Es gibt unterschiedliche Sorten, bzw. Züchtungen. Komm doch mal mit in meinen Garten, dann zeig ich Dir was:



 Der Gartenlavendel trägt pastell-lila in der Blüte.
Die Knospen sind silbern und die Stängel und Blätter saftig grün.


 Sein Duft ist intensiv, wenn Du einen Meter vom Beet wegstehst, riechst Du ihn schon. Es ist jedoch ein wohltuender Duft, der blumig-mild Dir in die Nase weht.
 


Da ist er, der Provence-Lavendel, blau-lila mit dunkel-grünen Stängel und Blättern.  
Ich gebe zu, ich war ganz scharf darauf ihn in mein Beet dieses Jahr zu setzen.

 Natürlich hege ich erstmal keine großen Erwartungen, aber allein schon der Duft, ist es wert. So klein as Kerlchen auch noch ist, er duftet unglaublich gut - ein typischer intensiver Lavendelgeruch.



Mein weißer Lavendel ist gerade in voller Blüte. Junge Blätter sind silbern, werden dann jedoch intensiv dunkelgrün. Der Kontrast zu den weißen Blüten ist einfach wunderschön.


Die Blüte ist nicht so geruchsintensiv, wie die anderen Sorten, man muss schon näher ran gehen, um das Lavendelaroma wahrzunehmen. Er ist schon 2 Jahre in meinem Beet, aber dieses Jahr trägt er die besten Blüten - ich freue mich schon auf das nächste Jahr.

Woher bekomme ich die unterschiedlichen Farben?

Manche Gärtnereien züchten ihre eigenen Lavendelsorten in unterschiedlichen Farben. Ich bin für langlebige Pflanzen, die mit dem Beet wachsen.
Alle meine Lavendel sind winterhart und werden auch von mir verarbeitet in Naturkosmetik, Tees und z.B. Muffins (keine Sorge, dazu kommt noch ein Rezept). Um so älter die Pflanzen werden, umso schöner blühen sie im Folgejahr. Das kann ich definitiv bestätigen.

Die Bienen-Tankstelle

Meine Lavendelpflanzen sind für Bienen und Hummel das reinste Paradies. Ich kann es nur jedem ans Herz legen Lavendel zu pflanzen. Es ist wirklich eine Freude zu sehen, wie es summt und brummt.

Dabei ist Lavendel so robust und trotzt jeder Witterung in unserem Breitengrad. Eine Pflanze auf die man sich wirklich jedes Jahr verlassen und sich über die Blüte freuen kann.

Sonntag, 17. Juni 2018

Rosenfreude

Meine Ramblerrose (dunkel) ist nun im 9. Jahr und blüht groß und üppig wie nie Zuvor. Meine Strauchrosen (White Lion) lassen stehen auch nicht hinten an und so habe ich heute ein ganzes Rosenmeer nur für mich.

Und der Duft... was sag ich euch... Bilder sagen mehr als tausend Worte, oder nicht?








Freitag, 8. Juni 2018

Medicine - ein Song für alle Kräuterfans

Endlich mal ein Song für Herbalisten ! Lehnt euch zurück und genießt den Sound.


Die Mädels heißen Rising Appalachia und hier ist deren Website *klick*


Donnerstag, 31. Mai 2018

Willkommen im Blütenparadies - Mainau im Mai 2018


Der schönste Weg zur Blumeninsel: mit der Fähre ab von Meersburg. Hier sieht man das Meersburger Schloss, wo Annette von Droste-Hülshoff wohnte.

Wer die Insel Mainau am Bodensee bereits kennt, dem muss ich nichts dazu erzählen. Die Leute, die diesen Ort noch nicht kennen, hier ein kleiner Exkurs mit meinen Worten:  

Die Insel Mainau ist ein botanisches Museum, dessen Karriere im Jahre 1853 begann, als Großherzog Friedrich I. diese Insel erwarb. Durch das besondere Bodenseeklima gediehen dort allerei Pflanzen, die man sonst in Deutschland nicht ziehen konnte. So wurde aus der Insel erstmal eine Hofgärtnerei, die über die Jahrzehnte hinweg sich immer mehr mauserte und am Ende viele Exoten beherbergte. Dort findet man Mammutbäume und weitere tropische Bäume. Desweiteren Blumen und Blütenpracht je nach Saison in einer magischen Fülle. Ein Heer von Gärtnern bewirtschaftet diese Insel, welche noch in royaler Hand ist und sich zu einem kleinen Paradies entwickelte. Deswegen nennt man sie auch Blumeninsel. 

Für Pflanzenliebhaber ist es ein toller Ort zum Inspiration sammeln. Und hier ein paar Impressionen meines Inselbesuches:












 

Samstag, 12. Mai 2018

Es wird mörderisch!


Dieses Buch sprang mir durch Zufall in die Hände und ich als ich anfing zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören.

Dieses Pflanzenbuch der besonderen Art möchte ich euch heute ans Herz legen und meiner Meinung nach ist es das unterhaltsamste, mörderischste Kompendium über die dunkle Seite der Botanik.


Gemeine Gewächse  - Das A bis Z der Pflanzen,
die morden, verstümmeln, berauschen und uns anderweitig ärgern


von Amy Stewart, Piper Verlag

Ich will euch gar nicht den Lesespaß nehmen, denn Amy schreibt einfach unglaublich unterhaltsam. Sie gibt uns eine kleine Kostprobe an Geschichten und (historischen) Hintergründen, warum die Verwendung von Pflanzen manchmal extrem schief gehen kann.

Und dass sogar in unserem Wohnzimmer der Tod lauern kann - wobei der Weihnachtsstern hierbei noch der harmloseste aller Vertreter ist. Da gibt es ganz andere Kaliber, die wir seit Jahren hegen und pflegen und die uns so furchtbar harmlos vorkommen. Falsch gedacht!

Warum wurden Hungersnöte zur Totalkatastrophe durch falsches Zubereiten von Mais?

Wann warst Du zu letzt auf einer Party und hast einen Cocktail geschlürft? Gab es auf dem Frühlingsfest eine Mai-Bowle mit Waldmeister? Uiuiui...

Was geschah mit dem Römer, der angeblich eine Frau zu viel hatte und nach einem Streit und einem Nachtmahl im Jenseits wieder erwachte?

Welcher Baum hat so ein hohes Giftkonzentrat, dass eine zu neugierige Touristin dem Tod nur knapp entrann, als sie in ihrer puren Verzweiflung nach dem Verzehr einer Beere des Baumes einen Pina Colada kippte.

Was sind eigentlich Ordalgifte und welche Pflanzen wurden verwendet?

Warum sollte man sich niemals absichtlich in die Nesseln setzen - außer man hat Rheuma. 

Welche Pflanzen sind voll geladen und schussbereit?

Was lauert so beschaulich und schön in unserem Garten als würde es kein Wässerchen trüben können?

Welche Pflanzen sind derart asozial, dass sie alles um sich herum vernichten?

Amy schreibt über die Dunkle Botanik mit viel schwarzem Humor. Das Buch ist lehrreich, lesenswert und ein perfektes Mitbringsel für alle Pflanzenliebhaber.

Es ist weniger wissenschaftlich, klärt aber gut auf und zu jeder Kategorie gibt es entsprechende Geschichten, die einen lehren - die Welt der Pflanzen hat immer zwei Seiten